FILARIEN
Index
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Gattung (Genus)
– Die zur Überfamilie Filarioidea (Ordnung Spirurida) gehörenden Nematoden - Gattungen werden hier unter dem Sammelbegriff Filarien zusammengefasst und die durch sie verursachten Krankheiten als Filariosen bezeichnet.
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Arten (Spezies)
Onchocerca volvulus
Wuchereria bancrofti
Brugia malayi
Brugia timori
Loa loa
Mansonella perstans
Mansonella streptocerca
Mansonella ozzardi
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Die Filarien sind fadenförmige (filum = Faden) Nematoden.
– Die Länge der Adultstadien (= Makrofilarien) der beim Menschen vorkommenden Arten schwankt zwischen 2 und 50 cm, wobei die Weibchen größer sind als die Männchen.
– Die Weibchen setzen embryonierte Eier ab oder gebären Larven, die als Mikrofilarien bezeichnet werden.
– Die Mikrofilarien sind etwa 0,2 - 0,3 mm lange, schlangenförmige Gebilde. Sie erscheinen vorwiegend in der Haut oder im Blut.
– Aufgrund ihres zeitlichen Auftretens im peripheren Blut unterscheidet man nichtperiodische Filarienarten, deren Mikrofilarien stets nachweisbar sind, von den periodischen Spezies, bei denen ein Maximum der Mikrofilariendichte im Blut während der Nacht (nachtperiodisch) oder am Tag (tagperiodisch) besteht.
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Inkubationszeit
– Entwicklung infektiöser Larven in den Insekten (bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit) dauert z.B. bei Wuchereria bancrofti 12 Tage
– Entwicklung der Filarien in den Lymphgefäßen des Menschen und im Gewebe dauert Monate bis zu mehr als ein Jahr
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Epidemiologie
– Die Filariosen sind in subtropischen und tropischen Regionen endemisch; in anderen Gebieten treten sie gelegentlich als importierte Fälle auf.
– In der Entwicklung der Filarien fungieren Mücken oder Fliegen als Zwischenwirte und Überträger.
– In Anpassung an die Schwankungen der Mikrofilariämie fungieren nacht- oder tagaktive Insekten als Zwischenwirte bzw. Überträger.
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Infektionen
– Filariosen (Lymphangitis, Elephantiasis, Dermatitis, Augenveränderungen)
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Diagnose
– Nachweis der Mikrofilarien im peripheren Blut und in der Haut
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Therapie
Diäthylcarbamazin
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Alternativen
Ivermectin, Albendazol
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