FLöHE (SIPHONAPTERIDA)
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Xenopsylla cheopis (Pestfloh)
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
 
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Synonyme
Siphonapterida (Flöhe)
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Arten und Vorkommen
– Von den weltweit beschriebenen ca. 2.500 Floharten kommen etwa 100 in Mitteleuropa vor, von denen die medizinisch wichtigen vorwiegend den Familien der Pulicidae und Ceratophyllidae angehören.
– Der als "Menschenfloh" bekannte Pulex irritans ist selten anzutreffen, doch werden Menschen häufig von Floharten befallen, die bevorzugt an Tieren parasitieren, z.B. vom Hundefloh (Ctenocephalides canis), Katzenfloh (Ctenocephalides felis), Igelfloh (Archaeopsylla erinacei) oder Vogelfloh (Ctenocephalides gallinae).
– Alle Floharten haben eine geringe Wirtsspezifität und können daher sowohl verschiedene Tierarten als auch den Menschen befallen
– Aufgrund ihrer Lebensweise nehmen die Sandflöhe (Familie Tungidae) eine Sonderstellung ein. Davon ist die im tropischen Afrika sowie in Zentral- und Südamerika vorkommende Art Tunga penetrans die wichtigste.

Für den Menschen wichtigste Arten :
– Menschenfloh (Pulex irritans)
– Hunde- und Katzenfloh (Ctenocephalides canis bzw. Ctenocephalides felis)
– Tropischer (orientalischer) Rattenfloh (Xenopsylla cheopis)
– Nordischer (europäischer) Rattenfloh (Nosopsyllus fasciatus)
Sandfloh (Tunga penetrans)
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Mikrobiologische Charakteristika
– 1 - 7 mm große, seitlich stark abgeplattete Insekten
– Flügellos und mit 3 Beinpaaren ausgestattet, wobei die Hinterbeine besonders kräftig als Sprungbeine entwickelt sind.
– Blutsaugende Arthropoden, z.T. wichtige Krankheitsüberträger
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Entwicklung
– Ei - Larve - Puppe (in Kokon, bes. in Fußbodenritzen) - Imago
– Entwicklungsdauer im Sommer ca. 4 Wochen
– Nach Blutmahlzeit Eiablage während 1 - 3 Monaten
– Die meisten Eier fallen vom Wirt ab und entwickeln sich in Schlupfwinkeln (Teppichrändern, Fußbodenspalten) weiter
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Epidemiologie
– Flöhe sind periodische Ektoparasiten, deren Adultstadien sich vorwiegend am Wirt aufhalten, während die Larven und Puppen in der Umgebung ihrer Wirte, im sogenannten "Nestbereich" leben.
– Flöhe fungieren in gewissen Regionen als Vektoren für Viren, Bakterien, Rickettsien, Protozoen und Helminthen. Am wichtigsten sind Flöhe (meistens Flöhe von Nagern der Gattung Xenopsylla, aber auch andere) als Überträger des Pest-Erregers Yersinia pestis.
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Infektionen
– Hautreaktionen auf Flohbefall
– Übertragung von Infektionskrankheiten (z.B. Pest)
– Tungose (Tunga penetrans)
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Diagnose
– Diagnose aufgrund der Hautveränderungen
– Feststellung des Flohbefalles an potentiellen Tierwirten (Hund, Katze, Igel, Vögel usw.)
– Am Körper des Menschen sind Flöhe nur selten zu finden
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Bekämpfung
– Genaue Identifikation der Flöhe ermöglicht gezielte Bekämpfungsmaßnahmen
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