TRYPANOSOMA SPP.
Index
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Trypanosoma gambiense (Giemsa-Färbung)
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
 
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Gattung (Genus)
Trypanosoma
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Arten (Spezies)
– T. brucei gambiense
– T. brucei rhodesiense
– T. cruzi
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Protozoen, die während ihrer Entwicklung in unterschiedlichen Formen auftreten
– Die Vermehrung der Trypanosomen erfolgt durch longitudinale Zweiteilung
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Inkubationszeit
– Nach 2 - 4 Tagen entzündliche, ödematöse Schwellung an der Stichstelle (Primäraffekt)
– Parasitämie nach 2 - 3 Wochen (T. gambiense)
– Parasitämie nach 1 - 2 Wochen (T. rhodesiense)
– Meningoenzephalitische Phase nach 4 - 6 Monaten
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Epidemiologie
– Verbreitung in West- und Zentralafrika südlich der Sahara (T. gambiense); in Ostafrika (T. rhodesiense)
– Auftreten zwischen dem 14. nördlichen und dem 20. südlichen Breitegrad (gebunden an den Überträger, die Tse-tse-Fliege)
– Etwa 300.000 - 500.000 Menschen sind in den verteilten Endemiegebieten infiziert (WHO, 2000)
– Die von Glossinen (Tse-tse-Fliegen) beim Blutsaugen an einem infiziertem Wirt aufgenommenen Trypanosomen durchlaufen in den Insekten innerhalb von 15 - 35 Tagen einen komplizierten entwicklungs- und Vermehrungszyklus. die daraus hervorgehenden Stadien können bei einer weiteren Blutmahlzeit mit dem Speichel in die Haut eines Wirtes inokuliert werden. Infizierte Glossinen sind während ihrer gesamten Lebensdauer (bis zu 6 Monaten) in der Lage, die Erreger zu übertragen.

– T. cruzi ist verbreitet in Zentral- und Südamerika
– Der Erreger zirkuliert in silvatischen Endemieherden zwischen Wirbeltieren (Wildtiere und Haussäugetiere) und Insekten (Raubwanzen) und wird durch letztere auch auf Menschen übertragen
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Infektionen
– Afrikanische Trypanosomose (Schlafkrankheit) durch T. gambiense (eher chronisch verlaufende Form) und T. rhodesiense (akute Form)
Amerikanische Trypanosomose (Chagas-Krankheit)
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Diagnose
– Direkter Erregernachweis im Blut, Lymphknotenpunktat und Liquor
– Kultur
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Therapie
Schlafkrankheit
– Mit großen Problemen verbunden, da nur wenige wirksame Medikamente verfügbar, die mit erheblichen Nebenwirkungen behaftet sind und gegen die häufig Resistenzen bestehen. Zudem sind sie für die meisten Menschen in ärmeren Ländern schlichtweg unerschwinglich.
– Die Therapie sollte deshalb nur stationär durchgeführt werden.
– Grundsätzlich stehen vier Medikamente für die Therapie der Schlafkrankheit zur Verfügung: Pentamidin, Suramin, Melarsoprol und Eflornithin (DFMO). Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Krankheit: Pentamidin und Suramin eignen nur zur Behandlung des Frühstadiums, in dem der Erreger ausschließlich im Blut nachzuweisen ist. Melarsoprol und Eflornithin werden zur Behandlung schwer erkrankter Patienten im Stadium zwei eingesetzt, in dem die Parasiten auch im Liquor (Rückenmarksflüssigkeit) auftreten. Das arsenhaltige Melarsoprol ist bereits 50 Jahre alt. Die Injektion ist sehr schmerzhaft und die gravierenden Nebenwirkungen führen in drei bis zehn Prozent der Fälle zum Tod.

Chagas-Krankheit
– Mittel der Wahl ist Nifurtimox
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Prävention
Schlafkranhkeit
– Prophylaktische Maßnahmen gegen die tagaktiven (!) Glossinen wichtig (Bekleidung, Repellents, Insektizide).

Chagas-Krankheit
– Wanzenbekämpfung (Verputz der Wohnungen), Moskitonetze, Insektizide
– Vorsicht bei Blutspenden
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