Hinweis
Die systemisch anwendbaren Virustatika werden je nach Wirkungsmechanismus in verschiedene Gruppen eingeteilt. Sie hemmen die Virusvermehrung in den Zellen, indem sie spezifische Schritte, wie z.B. die Penetration und Entfernung des Kapsids oder die Replikation und Synthese von DNS-Strängen beeinflussen. Ihre Wirksamkeit richtet sich auch nach der bestimmten Art einer Virusinfektion:
– Lythische Infektionen, bei denen virusinfizierte Zellen absterben
– Persistierende Infektionen, bei denen trotz Vermehrung der Viren die Wirtszellen überleben
– Latente Infektionen, bei denen die Virusvermehrung ruht.
Bei lythischen Infektionen (z.B. Influenza) ist es notwendig, die Penetration des Virus in die Zelle zu verhindern. Bei persistierenden Virusinfektionen (z.B. AIDS) kann ein Virustatikum zwar die Virusvermehrung hemmen, die in den Zellen vorhandenen Viren aber nicht abtöten. Bei latenten Virusinfektionen wirken Nukleosid-Analoga nicht, weil sich die Viren nicht vermehren.
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