BEATMUNGSGERÄTE
 
Beatmungsgerät (Respirator); pneumatisch oder elektrisch angetriebenes Gerät zur maschinellen Beatmung; in der Inspirationsphase strömt das Atemgas durch Erzeugung eines Überdrucks in die Lungen; die Expiration erfolgt durch die elastischen Rückstellkräfte der Lungen und des Thorax. Als Atemgas können Raumluft, ein Sauerstoff-Luft-Gemisch oder ein Narkosegas verwendet werden.

Einfache Beatmungsgeräte besitzen nur einen Luftweg. Geräte mit inspiratorischem und exspiratorischem Luftweg sind komplexer gebaut: zum Beatmungsgerät gehören CO2-Adsorber, Manometer und Volumeter sowie Luftbefeuchter und ggf. Luftfilter. Zubehör sind Atemschläuche, Verbindungsstücke, Maske, Ballon sowie ggf. patientennahe Atemfilter.

Die atemführenden Teile sollen abnehmbar sein, um nach Verwendung an Patienten, die gefährliche Erreger ausscheiden (z.B. Lungentuberkulose oder massive Infektionen der Atemwege), eine ordnungsgemäße Aufbereitung durchführen zu können.
Waschen und anschließende thermische oder chemothermische Desinfektion in einer Waschmaschine oder "Pasteurisieren" im strömenden Wasserdampf sind geeignete Verfahren dazu.

Unter Beachtung besonderer Bedingungen (akzidentelle Kontamination) und der Grundsätze des Infektionsschutzes (Wasserfallen regelmäßig entleeren, Atemschläuche nicht über Patientenniveau heben) reicht eine einmal wöchentliche Aufbereitung. Atemgeräte werden im Regelfall weder stark kontaminiert noch entlassen sie Keime, die an ihren inneren Oberflächen haften, in nennenswerter Menge in die Atemluft. Auf jeden Fall soll eine Aufbereitungsroutine festgelegt und strikt eingehalten werden.

Zusatzgeräte:
– Luftbefeuchter (Verdunster, Vernebler)
– Narkosemittelverdampfer
– Atemfilter
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