CREDÉ'SCHE PROPHYLAXE
 
1881 wurde vom Leipziger Gynäkologen Karl Siegmund Franz Credé die Prophylaxe der Ophthalmia gonorrhoica neonatorum beschrieben. Dabei wurde 2%iges Silbernitrat unmittelbar nach der Geburt in den Konjunktivalsack eingetropft. In einem Vergleich von Geburten der Jahre 1874 bis 1880 (vor Einführung dieser Maßnahme) zu Geburten der Jahre 1880 bis 1883 (mit anschließender Prophylaxe mit 2%igem Silbernitrat) sank die Quote der Fälle von Ophthalmia neonatorum durch Neisseria meningitidis von 10% auf 0,3%. Wegen des Erfolges wurde die Maßnahme als Credé'sche Prophylaxe in mehreren Ländern eingeführt und wird noch immer praktiziert.
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