Desinfizienzien; zur Desinfektion geeignete, v.a. chemische Substanzen. Nach der Verwendungsart unterscheidet man Grobdesinfektionsmittel (z.B. für Gegenstände), Raumdesinfektionsmittel und Feindesinfektionsmittel (z.B. zur Händedesinfektion)
- biologisch gut abbaubar
- leicht flüchtig, brennbar, explosiv
- schnell wirkend
- nicht sporozid
- Anwendung: Haut, Hände, Fläche.
– Ethanol
............80 %
– Iso-Propanol....60 - 70 %
– n-Propanol....... 50 - 60 %
- leicht flüchtig
- in niedriger Konz. unschädlich
- bei Kontakt allergisierend, hautschädigend und schleimhautreizend
- gut biologisch abbaubar
- für Flächen und Instrumente geeignet
- wenig viruzid
- geringer Eiweißfehler
- toxisch
- schlecht biologisch abbaubar
wirken durch Interaktion mit der Zellmembran, für Schleimhäute geeignet
QUATERNÄRE AMMONIUMVERBINDUNGEN ("QUATS"):
Amphotenside, Biguanide:
- oberflächenaktiv, daher gute Reinigungswirkung
- Inaktivierung durch andere Reinigungsmittel
- nicht flüchtig, keine Geruchsbelästigung
- Wirkung gegen grampositive Bakterien gut, ggf. Pilze u. Mykobakterien nur in hohen Konzentrationen, Viruzidie unsicher.
- geringe Toxizität
- aber biologisch schwer abbaubar
– Breites Wirkungsspektrum
- Chlorpräparate(-abspalter): zur Wasser- und Flächendesinfektion
Nachteile: Eiweißfehler, toxische Chlorgase, schwer abbaubar, cancerogen, schlechte Materialverträglichkeit.
- Jodophore:
– gute Haut-, Schleimhaut- und Gewebeverträglichkeit
– breites Wirkungsspektrum inkl. Mykobakterien, Sporen, Viren
– aber langsame Wirkung
– Proteinbelastung vermindert die Wirkung
STOFFLISTE geeigneter Präparate:
"Verzeichnis der Expertisen der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin" (ÖGHMP).