Für Dialysestationen ergeben sich, ähnlich wie auf Intensivstationen, spezielle hygienische Aufgaben und Herausforderungen. Patienten, die einer Dialyse bedürfen, haben eine verminderte Immunantwort und müssen sich einer Behandlung unterziehen, die mit einem erhöhten Infektionsrisiko belastet ist.
Infektionen im Zusammenhang mit der chronischen Dialysebehandlung
– Infektionen sind die zweithäufigste Todesursache bei Dialysepatienten
– Mehr als die Hälfte der Todesfälle wird durch bakterielle Sepsis verursacht. Ursache ist einerseits die Notwendigkeit des extrakorporalen Kreislaufes, anderseits die Häufigkeit der Immunschwäche bei den Patienten.
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Shuntinfektionen (meist durch Staphylokokken verursacht) stellen eine besonders unangenehme Komplikation der Dialysebehandlung dar.
– Infektionen mit Hepatitis-B-Viren bleibt ebenso wie Hepatitis C ein Problem auf Dialysestationen.
– Häufige Infektionen bei urämischen Patienten: Infektionen durch Pilze (z.B. Candida, Aspergillus, Mucor). Protozoen (Toxoplasma, Pneumocystis), Mykobakterien und Viren (neben Hepatitis-Viren z.B. auch Herpes- und Influenza-Viren.
Infektionsquellen und Infektionswege
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Shunt
Um bei der Dialyse ein ausreichend extrakorporales Blut-Minuten-Volumen zu erreichen, ist die Herstellung bzw. Verwendung von
Shunts erforderlich. Sie stellen ein hohes Infektionsrisiko dar.
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Dialysat
Das Prinzip der Behandlung ist die Dialyse des Blutes gegen eine Waschflüssigkeit (Dialysat).
Der Gehalt an Glukose, das Erwärmen auf 37°C, das Übertreten von harnpflichtigen Substanzen in das Dialysat und die lange Dauer der Dialyse machen das Dialysat zu einem ausgezeichneten Nährboden für Mikroorganismen.
Natürlich müssen Dialysemembranen bakteriendicht sein; das Vorkommen kleinster Membrandefekte und damit das Übertreten von Bakterien oder Pyrogenen in den in den extrakorporalen Kreislauf kann aber nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
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Extrakorporaler Kreislauf
Dieser stellt für den Patienten durch Einschleppung von Keimen in das Blutgefäßsystem ein beträchtliches Infektionsrisiko dar. Unsteriles Arbeiten, Wiederverwendung von Dialysatoren und Schläuchen, beengte räumliche Verhältnisse, mangelhafte Voruntersuchung von Patienten u.a. sind Ursachen für Infektionen.
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Entsorgung
Nach Abschluss der Dialyse fällt eine große Menge Einwegmaterial, das mit Blut oder Dialysat in Berührung gekommen ist, ebenso Wäsche (Bettwäsche, Kleidung, Abdecktücher), Geschirr, Leibschüsseln, Spuckschalen, Urinflaschen usw. an. Es ist daher für die ordnungsgemäße Beseitigung zu sorgen.