NADELSTICHVERLETZUNGEN
 
Nadelstichverletzungen durch Zurückstecken der Kanüle in die Schutzhülle gehören zu den häufigsten Ursachen von blutigen Kontakten im medizinischen Bereich. Das Zurückstecken in die Schutzhülle ("recapping") soll daher unterbleiben. Da gebrauchte Spritzen ohnehin ohne Abnehmen der Kanüle in durchstichfeste, wasserfeste Behälter eingelegt und in diesen Behältern nach dichtem Verschluss in den Müll gegeben werden sollen, ergibt sich bei dieser Handhabung keine Notwendigkeit für das Zurückstecken in die Schutzhülle.
Der Umgang mit blutigen Kanülen ist immer gefährlich und darf daher nicht gedankenlos geschehen!

Bei Kontakten mit Blut oder Blutprodukten und daher auch bei Nadelstichverletzungen stehen selbstverständlich die mögliche Übertragung von Hepatitis B, Hepatitis C und HIV im Vordergrund.

In jedem Fall einer Nadelstichverletzung soll man die Wunde durch Pressen für wenige Minuten zum Bluten bringen und danach den Stichkanal mit einem alkoholischen Desinfektionsmittel desinfizieren. Das Eindringen des Desinfektionsmittels in die Tiefe kann durch Spreizen des Stichkanals unterstützt, eine chirurgische Inzision des Stichkanals zur Erweiterung sollte aber unterlassen werden. Weiters ist das korrekte Vorgehen bezüglich Hepatitis B, Hepatitis C und HIV einzuleiten.
(Details...)
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