Herpesviridae (Mitglieder dieser Virusfamilie morphologisch praktisch identisch, biologisch und pathologisch uneinheitlich)
– Genom aus dsDNA
– Replikation der DNA sowie Morphogenese des Viruspartikels im Kern der Wirtszelle
– Hüllenbildung überwiegend an der Kernmembran, Hülle ist wesentlich für die Infektiosität des Virus
– Das nackte Virion ist 100 nm groß, mit Hülle mißt das Virus bis 200 nm
– 2-10 Wochen für Primärinfektionen
– Allen Herpesviren ist sowohl eine hohe Durchseuchungsrate (60-90 %) gemeinsam, wie auch die Fähigkeit im Körper latent zu persistieren.
– Übertragung der CMV erfolgt meist als Tröpfcheninfektion, aber auch als Schmierinfektion und beim Stillen
– Weltweit verbreitet (90 % der erwachsenen Bevölkerung ist infiziert)
– Häufigste Pränatalinfektion
– Zytomegalie (syn, Speicheldrüsenviruskrankheit, Einschlusskörperchenkrankheit)
– Verlauf bei immunkompetenten Organismen i.d.R. inapparent
– Pränatale Infektion (0,5-2 % aller Neugeborenen werden innerhalb der ersten 6 Schwangerschaftsmonate pränatal infiziert)
• Bei Neugeborenen und Immuninkompetenten können schwere generalisierte Verläufe (z.T.letale) auftreten
• Pneumonie
• Mangelgeburt
• Hepatitis
• ZNS-Schädigung
• Geistige Retardierung
– Lokalisierte Infektion, Peri- und postnatale Infektion (10-20 % aller Neugeborenen, durch Muttermilch und Speichel)
• Pneumonie, Hepatitis, Retinitis
• Fieber, Mononukleose-ähnliche Zustände
– Infektion bei Abwehrschwäche
• Fieber, Myalgie, Arthralgie
• Pneumonie
• Enzephalitis
• Immunkomplex-Glomerulonephritis
– KBR + ELISA
– Virusnukleinsäurenachweis(PCR)
– Virusisolierung (Zellkultur)
–
Ganciclovir bei CMV-induzierter Pneumonie, Enzephalitis, Retinitis (v.a. bei AIDS-Patienten)
– Zur Prophylaxe, auch von Rezidiven, passive Immunisierung mit Hyperimmunglobulin bei immunsupprimierten Patienten
© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8
office@infektionsnetz.at
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8