GRIPPEVIREN
Index
 
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Influenzaviren, Negativkontrast 132.000x
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Adeno-12-Viren in He-La-Zelle, Schnittpräparat, 5000x
(mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
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Synonyme
Influenzaviren
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Familie (Virus-Gruppe)
Orthomyxoviridae
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Gattung (Genus)
Influenzavirus
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Arten (Spezies)
– Es gibt drei Typen des Influenzavirus (Typ A, B und C), von denen jedoch nur Typ A bzw. B klinisch relevant sind. Typ B kommt nur beim Menschen vor, Typ A auch bei vielen Tieren (z.B. Geflügel, Schweine, Pferde).
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Einzelstängig segmentierte RNA mit Hülle
– Die Influenzaviren tragen an ihrer Oberfläche zwei Glykoproteine, das Haemagglutinin (HA) und die Neuraminidase (NA).
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Inkubationszeit
– 1-3 Tage
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Epidemiologie
– Epidemien und Pandemie möglich (Pandemie 1918-1920: Der "spanischen Grippe" fielen geschätzte 20 Millionen Menschen zum Opfer, nachdem der 1. Weltkrieg 9 Millionen Menschen das Leben gekostet hatte)
– Jährlich erkranken weltweit zwischen 10 und 15% der Bevölkerung an Influenza (Österreich: 800.000 bis 1,2 Mio. Personen). Die höchste Inzidenz findet man bei Kindern und Jugendlichen, die Sterblichkeit ist bei Personen über 65 Jahren bzw. mit chronischen Erkrankungen am höchsten. Sogenannte Grippewellen treten jedes Jahr auf, in unseren Breiten meist zwischen Dezember und März, ihre Dauer beträgt 6 bis 8 Wochen.
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Infektionen
– Influenza (Virusgrippe)
– Allgemeinsymptome: Fieber, Frösteln, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Anorexie, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenksschmerzen
– Respirationstrakt: Katarrh der Schleimhäute, Husten, Halsschmerzen, Tracheitis
– Komplikationen der Influenza
– pulmonale Komplikationen:
• Viruspneumonie
• bakterielle Pneumonie
– zentrales Nervensystem:
• Meningitis
• Enzephalitis
• Guillain-Barré-Syndrom
• Reye-Syndrom
– weitere Komplikationen:
• Myokarditis
• Perikarditis
• Rhabdomyolyse
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Diagnose
– KBR (Komplementbindungsreaktion) + HHT (Hämagglutination-Hemmtest)
– Anzüchten in Zellkultur

Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich
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Therapie
– Mit der Entwicklung der Neuraminidase-Inhibitoren (Zanamivir, Oseltamivir) ist jetzt erstmals auch eine kausale Therapie der Influenza A und B möglich geworden.
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Alternativen
– Symptomatisch (Analgetika, Antipyretika, Antitussiva).
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Prävention
– Impfung mit inaktivierten Influenza-Vakzinen, in Sonderfällen achtwöchentliche Injektion von menschlichen Gammaglobulinen
– Antivirale Chemoprophylaxe mit Amantadin 10-14 Tage, wenn Schutzimpfung nach Auftreten der Epidemie erfolgt ist.
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