– Junin Virus (Argentinisch hämorrhagisches Fieber)
– Machupo Virus (Bolivianisch hämorrhagisches Fieber)
– Guanarito Virus (Venezuelanisch hämorrhagisches Fieber)
– Sabia Virus (Brasilianisch hämorrhagisches Fieber)
– Diese Viren gehören zum Tacaribe-Komplex der Arena Viren.
– Sie sind alle Arena Viren
– Sie sind vergleichbar mit den Viren des Lassa-Fiebers und der lymphozytären Choriomeningitis
– Gelegentliche Ausbrüche werden aus südamerikanischen Ländern gemeldet
– Die Viren werden von Mensch zu Mensch übertragen (selten)
– Die Übertragung erfolgt durch Inhalation von Aerosolen aus infizierten Exkreten und Speichel von Nagetieren
Arenavirale hämorrhagische Fieber in Südamerika
– Die akute Viruserkrankung manifestiert sich durch Fieber, Kopfschmerzen, retroorbitale Schmerzen, Schweißausbruch, Konjunktivitis, Myalgie, Unwohlsein und Schwäche.
– In schweren Fällen kann es zu hämorrhagischen Manifestationen, Störung des ZNS, Bradykardie und Hypertension kommen.
– Die Mortalitätsrate liegt bei 10-30 %
– Isolation des Virus (virologische Kultur)
– Untersuchung von viralen Antigenen im Blut oder in betroffenen Organen
– Serologische Tests zur Identifizierung der Serum-Antikörper gegen das verantwortliche Virus
– Es gibt nur wenig berichtete Daten über eine Therapie dieser Syndrome.
–
Ribavirin ist gebräuchlich bei allen 4 Arten des Hämorrhagischen Fiebers, die durch Arena Viren verursacht werden.
Spezifisches Immun-Plasma zeigte sich wirksam bei Behandlung des Junin Virus (Argentinisches hämorrhagisches Fieber), wenn es innerhalb von 8 Tagen nach Ausbruch der Krankheit gegeben wird.
– Strenge Isolation der infizierten Personen während der akuten fieberhaften Periode
– Kontrolle der Nagetiere
© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8
office@infektionsnetz.at
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8