– humane Rotaviren A, B, C
– RNA-Viren mit segmentiertem, doppelsträngigem RNA-Genom
– Das Virus ist sehr robust und überlebt zum Beispiel Kläranlagen trotz chemischer Behandlung
– Häufigste Ursache für Diarrhoen bei Kindern im Alter zwischen 6 Monaten und 2 Jahren
– Das Virus besiedelt und zerstört das Zottenepithel des Dünndarms, was zur Dehydrierung führt.
– Übertragung: Fäkal-oral, tritt in Kinderkrippen, Kinderkliniken, Kindergärten auf (mangelnde Hygiene, in Krankenhäusern Risiko der Epidemie).
– Das Reservoir der säuglingspathogenen Rotaviren ist der Mensch
– In Entwicklungsländern gehören Durchfallerkrankungen zu den wichtigsten Todesursachen bei Kleinkindern (1-3 Mio. pro Jahr), davon 20 % durch Rotaviren bedingt.
–
Durchfall bei Kleinkindern mit der Gefahr der Exsikkose
– Schwere Krankheitsbilder bei Immunsupprimierten (z.B. Knochenmarktransplantierten)
– Bei immunsuppremierten Kindern können Rotaviren neben den Darmepithelien auch andere Organe angreifen (Leber).
– Antigennachweis oder Elektronenmikroskopie
– Isolierung in Zellkulturen keine Routinemethode
– Keine spezifische antivirale Therapie; Therapie der Diarrhoe mit Flüssigkeit und Elektrolyten, am besten i.v.
– Die beste Prophylaxe besteht in der Einhaltung einer peinlich genauen Hygiene
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