FOSCARNET
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antivirales Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik    
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Virustatikum, Pyrophosphat Analogon
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Wirkmechanismus
Foscarnet hemmt die virale DNA Polymerase u. reverse Transkriptase durch Komplexbindung.
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Handelsnamen
Österreich Foscavir
Deutschland Foscavir
Schweiz Foscavir
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Anwendungsarten
nur i.v.
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Antivirales Spektrum
Herpes simplex Virus Typ 1 u. 2, Humanherpesvirus 6, Varicella-zoster-Virus, Epstein-Barr-Virus, CMV, einige Retroviren einschließlich HIV u. Hepatitis B Virus.
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Kreuzresistenz
keine
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Indikationen
- initiale Therapie u. Erhaltungstherapie d. CMV Retinitis bei AIDS Patienten
- Therapie v. AIDS assoziierten CMV Infektionen des Gastrointestinaltraktes
- initiale Therapie v. Aciclovir resistenten Herpes Infektionen bei immungeschwächten Patienten.
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
i.v.: Induktionstherapie:
(unverdünnt über den zentralen Venenkatheter, über eine periphere Venen nur verdünnt; Hydratation: 0,5-1 l physiologische Kochsalzlösung vor d. ersten Infusion u. 0,5-1 l physiologische Kochsalzlösung zu jeder Infusion)

3 x 60 mg/kg KG (Infusion über 1 h) od. 2 x 90 mg/ kg KG (Infusion über 2 h) über 2-3 Wochen

Erhaltungstherapie: 1 x 90 mg/ kg KG (Infusion über 2 h) bis 1 x 120 mg/kg KG möglich
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
Dosisreduktion nach Kreatinin Clearance u. Körpergewicht (siehe Herstellerangaben)
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Kontraindikationen

absolut Überempfindlichkeit gegen die Substanz, Patienten unter i.v. Therapie mit Pentamidin, Gravidität, Stillperiode.
relativ Alter < 18 Jahren u. dialysepflichtige Patienten, da keine Erfahrungen vorliegen.

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Nebenwirkungen
- toxisch: häufig: Nephrotoxizität 30 %, häufig Elektrolytstörungen: insbes. Hypokalzämie, weiters Hypo- od. Hyperphosphatämie, Hypokaliämie, Hypomagnesämie.
– Gastrointestinale Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen), selten Anämie, Leukopenie (1-9 %) Krämpfe, Parästhesien, Erhöhung d. Leberenzyme.
– Selten Penisulzera.
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Interaktionen
Foscarnet ist chemisch unverträglich in Mischung mit folgenden i.v. Präparaten: 30 % ige Glukose-Lösung, Ringer-Azetat Lösung, Amphotericin B, Aciclovir, Ganciclovir, Pentamidin, Cotrimoxazol u. Vancomycin.
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Vorsichtsmaßnahmen
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Dosisreduzierung vorzunehmen. Bei Patienten mit Hypokalzämie kann eine Kalzium Therapie notwendig sein. Langsame intravenöse Verabreichung. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Frauen sollen eine Schwangerschaftsverhütung betreiben. Männer sollen bis zu 6 Monate nach d. Behandlung keine Kinder zeugen.

Vor d. Therapie Elektrolytstatus kontrollieren. Kreatinin (zu Beginn alle 2 d, dann wöchentlich) u. Kalzium u. Magnesium, Kalium Kontrolle während d. Therapie.
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: renal 80-90 %
Halbwertszeit: 2 - 4 h
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: verlängert (keine genauen Angaben)
Dialysierbar: durch Hämodialyse

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Liquor     

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