INTERFERON-ALPHA-2B
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Indikationen Dosierung
Kontraindikationen Nebenwirkungen Interaktionen
Vorsichtsmaßnahmen Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Immunstimulierendes Agens, Zytokin
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Wirkmechanismus
– Die antivirale Wirkung besteht in der Induktion einer viralen Resistenz in der Zelle, Viren werden neutralisiert und virusinfizierte Zellen eliminiert.
– Antiproliferative Wirkung auf Tumoren, der genaue Mechanismus der antitumoralen Wirkung ist noch nicht vollständig bekannt
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Handelsnamen
Österreich IntronA, Pegintron, Viraferon
Deutschland Introna
Schweiz Introna
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Anwendungsarten
parenteral (s.c.)
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Indikationen
chron. Hepatitis B, chron. Hepatitis C, verschiedene Leukämie- und Tumorerkrankungen
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Dosierung
Standarddosierung
kompliziert, siehe Fachinformation
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Kontraindikationen
Überempfindlichkeit, Herzerkrankungen, schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Epilepsie und/oder zentralnervöse Funktionsstörungen, schwere psychische Störungen, chron. Hepatitis mit fortgeschrittener dekompensierter Lebererkrankung oder Leberzirrhose, Immunsuppression nach Transplantationen

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Nebenwirkungen
Zahlreich. Allgemeinbeschwerden (grippeähnlich), Verschlechterung bestehender Autoimmunerkrankungen, ZNS-Störungen (Suizidgefahr!), Blutbild-Störungen u.a.
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Interaktionen
– Betäubungsmittel, Schlafmittel, Sedativa gleichzeitig mit Interferon 2b mit Vorsicht verwenden
– Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln noch nicht vollständig evaluiert
– hämatotoxische, kardiotoxische und neurotoxische Effekte anderer Arzneimittel können verstärkt werden
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Vorsichtsmaßnahmen
– Interferontherapie sollte unter Aufsicht eines in der Behandlung der jeweiligen Erkrankung erfahrenen Arztes verabreicht werden. Eine angemessene Durchführung der Behandlung und das Beherrschen ihrer Komplikationen erfordert eine dafür geeignete diagnostische und therapeutische Ausstattung.
– bei Kombination mit Ribavirin (bei chron. Hepatitis C) sind auch die Angaben zu Ribavirin zu beachten
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Pharmakokinetik
Halbwertszeit: 2-3 h
"pegyliertes" Interferon-alpha-2b: 40 h

Nach i.m. und s.c.-Injektionen liegt die Bioverfügbarkeit über 100 %

Um die Wirksamkeit des Interferons im menschlichen Körper zu steigern, wird heute pegyliertes Interferon alpha eingesetzt. Unter Pegylierung versteht man das Ankoppeln so genannter PEG-Ketten (Poly-Ethylen-Glykol-Kette) an das Interferon alpha-Molekül mit dem Ziel, den Interferon alpha-Spiegel im Körper über einen längeren Zeitraum gleichmäßig hoch zu halten. Auf diese Weise wird die Wirksamkeit der Interferon-Therapie deutlich verbessert und zudem muss das pegylierte Interferon alpha nur noch einmal pro Woche gespritzt werden.
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Allgemeine Beurteilung
Die Kombination mit Ribavirin erhöht die Wirksamkeit wesentlich.

Die jetzige Standardtherapie mit pegyliertem Interferon und Ribavirin kann bei etwa 60% der Patienten zur langfristigen Elimination der HCV-RNA führen. Patienten mit Genotyp 1 und hoher Viruslast haben dabei eine 30-40%ige Chance einer Viruselimination. Patienten mit Genotyp 3 und niedriger Viruslast kann man in über 90% der Fälle heilen.
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