Retinovir verhindert durch die Bindung an die HIV-Protease die Spaltung viraler Vorläuferproteine u. es entstehen somit unreife, nicht infektiöse Viruspartikel.
besteht gegenüber anderen PI´s (z.B. bis zu 100 % m. Indinavir)
Kombinationstherapeutikum b. HIV-Infektion v. Erwachsenen u. Kindern ab 2 Jahren
Überempfindlichkeit gegenüber Ritonavir, schwere Leberinsuffizienz, gleichzeitige Gabe v. Terfenadin, Astemizol, Cisaprid (Herzrhythmusstörungen), Triazolam, Midazolam (Sedierung, Atemlähmung), Rifabutin, Ergotamin
initial verstärkt u. dosisabhängig: GiT-Beschwerden, Parästhesien, Exanthem, Geschmacksstörungen, Transaminasenanstieg, Erhöhung d. Serumlipide u. Blutzucker; Blutungen b. Patienten m. Haemophilie
Ritonavir verändert die Plasmaspiegel v. Medikamenten, die durch das Enzym Cytochrom P450 abgebaut werden bzw. dieses beeinflussen:
erhöhte Spiegel v. anderen HIV-Proteaseinhibitoren, Amiodaron, Astemizol, Bupropion, Chinidin, Cisaprid, Clozapin, Encainid, Flecainid, Pethidin, Pimozid, Piroxicam, Propafenon, Propoxyphen, Terfenadin, Clorazepat, Diazepam, Estazolam, Flurazepam, Midazolam, Triazolam, Zolpidem; Immunsuppressiva, Makrolid-Antibiotika, verschiedene Steroide, nicht-sedierende Antihistaminika, Kalziumantagonisten, einige trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Antimykotika, Methadon und Fentanyl, Carbamazepin, Warfarin, Tolbutamid
erniedrigte Spiegel v. Theophyllin, Zidovudin, orale Kontrazeptiva
Kaletra sollte von Ärzten verschrieben werden, die in der Behandlung von HIV-Infektionen Erfahrung haben.
Sirup kann m./o. Nahrung eingenommen werden, Kapseln sollten zu den Mahlzeiten eingenommen werden; regelmäßige Kontrollen v. Serumlipiden u. BZ, Leber- u. Nierenfunktionsparametern, Blutbild