ZALCITABIN (DDC)
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antivirales Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik    
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Virustatikum, Nukleosid Analogon RT Hemmer (NRTI).
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Wirkmechanismus
Zalcitabin unterbricht die virale DNA Synthese, indem es die reverse Transkriptase hemmt.
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Handelsnamen
Österreich Hivid
Deutschland Hivid
Schweiz Hivid
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Anwendungsarten
oral
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Antivirales Spektrum
HIV Virus 1 u. 2
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Kreuzresistenz
keine
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Indikationen
Kombinationstherapie d. HIV Infektion
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
Kinder
p.o. (mit od. ohne Nahrungsaufnahme): 3 x 0,75 mg Kinder unter 13 Jahren (keine Erfahrungen)
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
Cr-Clearance 25-40 ml/min: 2 x 0,75 mg
Cr-Clearance 10-25 ml/min: 1 x 0,75 mg
 
Dosierung bei schwerer Leberfunktionsstörung:
wegen mangelnder Erfahrung keine Empfehlungen
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Kontraindikationen

absolut Überempfindlichkeit gegen die Substanz, periphere Neuropathie, Lebererkrankungen.

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Nebenwirkungen
toxisch: schwere periphere Neuropathie (bis zu 31 %, Initialsymptome: Taubheitsgefühl, brennende Dysästhesie bis hin zu schweren Schmerzzuständen), Kopfschmerzen, Stomatitis (13 %, Geschwüre in Mundhöhle u. Speiseröhre), gastrointestinale Beschwerden, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Leberfunktionsstörungen, Pankreatitis (< 1 %).
selten: allergische Reaktionen.
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Interaktionen
Zalcitabin erniedrigt den INH Spiegel.
Glz. Gabe v. Probenecid, Cimetidin od. Trimethoprim vermindert die Ausscheidung v. Zalcitabin.
Wenn Pentamidin i.v. gegeben werden muss, ist die Therapie mit Zalcitabin zu unterbrechen.
Keine glz. Gabe v. Didanosin od. anderen Medikamenten, die eine Pankreatitis hervorrufen können.
Arzneimittel, die periphere Neuropathien verursachen können, sollten nur unter Vorsicht angewendet werden.
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Vorsichtsmaßnahmen
Regelmäßige Blutbildkontrolle u. klinische Chemie, insbes. muss auf die Serumamylase geachtet werden. Vorsicht bei Pankreatitis in d. Anamnese u. bei Alkohol. Achten auf Symptome einer sensomotorischen Neuropathie, erhöhtes Risiko bei Patienten mit niedrigen Werten an CD4 Zellen.
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: renal 70 %
Halbwertszeit: 1-3 h (intrazellulär 3-4 h)
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: bis zu 8,5 h
Verteilung: keine Angaben
Absorption: orale Bioverfügbarkeit > 80 %

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
  Liquor   

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