ZANAMIVIR
Index
Klinisch-pharmakologische Klassifizierung Wirkmechanismus Handelsnamen
Anwendungsarten Antivirales Spektrum Kreuzresistenz
Indikationen Dosierung Kontraindikationen
Nebenwirkungen Interaktionen Vorsichtsmaßnahmen
Pharmakokinetik Allgemeine Beurteilung  
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Klinisch-pharmakologische Klassifizierung
Influenza Virustatikum
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Wirkmechanismus
Zanamivir ist ein selektiver Inhibitor d. Neuraminidase auf d. Oberfläche d. Viren, wodurch die Replikation v. Influenza A u. B Viren verhindert wird. Es blockiert die Freisetzung v. neu gebildeten Viruspartikeln aus infizierten Zellen.
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Handelsnamen
Österreich Relenza Rotadisks
Deutschland Relenza
Schweiz Relenza
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Anwendungsarten
perorale Inhalation mit Diskhaler
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Antivirales Spektrum
Influenza Virus A u. B
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Kreuzresistenz
keine
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Indikationen
Therapie d. Influenza A u. B bei Patienten ab 12 Jahren mit typischen Influenzasymptomen in Zeiten einer "Grippewelle". Beginn d. Therapie innerhalb v. 48 h nach dem Einsetzen d. Symptome.
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Dosierung
Standarddosierung
Erwachsene
2 x tgl. 2 Inhalationen (2 x 5 mg) für 5 d
-> Tagesdosis: 20 mg
 
Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung
unverändert
 
Dosierung bei schwerer Leberfunktionsstörung:
unverändert
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Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen die Substanz, Kinder unter 12 Jahren.

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Nebenwirkungen
(selten) Diarrhoe, Übelkeit, Kopfschmerzen, Bronchitis, Husten (typische Symptome einer Influenza!)
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Interaktionen
keine bekannt
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Vorsichtsmaßnahmen
Wirksamkeit u. Sicherheit bei Kindern ist noch nicht belegt.
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Pharmakokinetik
Ausscheidung: vollständig renal (unverändert)
Halbwertszeit: 3-5 h
Absorption: Orale Bioverfügbarkeit 1-5 %. Peroral inhaliertes Zanamivir wird zu ca. 10-20 % system. resorbiert

Verteilung
Gut
Mäßig
Schlecht
Respirationstrakt     

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Allgemeine Beurteilung
Zanamivir vermindert die Symptome d. Influenza u. verkürzt die Dauer d. Erkrankung um ~ 1,5 Tage. Deutlicher ist d. Nutzen für Patienten mit Fieber, bei denen sich die symptomatische Phase um 2-3 Tage verkürzt und für Hochrisikopatienten (zum Beispiel mit mildem Asthma, endokrinen oder metabolischen Erkrankungen oder im Alter über 65), die weniger Komplikationen erleiden. Bei Patienten ohne Fieber (unter 37,8 °C) wurde kein Erfolg dokumentiert.
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