HERPES-SIMPLEX-VIRUSINFEKTION
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Klinik Diagnostik
Differentialdiagnose Therapie Alternativen
Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Achtung !
Prävention / Follow-up    
goto top of page
Herpes simplex
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Erythema exsudativum multiforme
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Herpes genitalis
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Herpes genitalis
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
goto top of page
Definition
Gruppe von Infektionen verschiedener Organe durch das Herpes-simplex-Virus(HSV)


goto top of page
Erreger
Ätiologie
HSV-Viren (DNA), zwei Typen: HSV Typ 1 (Herpes labialis) und HSV Typ 2 (Herpes genitalis)
goto top of page
Epidemiologie
Inzidenz:
Großteil der Bevölkerung ist Träger, Ausmaß der Antikörperbildung ist entscheidend für spätere Anfälligkeit.

Risikofaktoren:
Immunsuppression, Infektion des Neugeborenen bei Geburt
goto top of page
Übertragung
primäre Übertragung durch Tröpfchen- oder Kontaktinfektion, sekundäre Reaktivierung von in Ganglien persistierenden Viren durch fieberhafte Erkrankungen, Sonnenbestrahlung, Allergien oder Traumata.
goto top of page
Klinik
Primäre HSV-1-Infektion zumeist in der frühen Kindheit mit mildem oder subklinischem Verlauf, gelegentlich Gingivostomatitis, Keratokonjunctivitis, Pharyngotonsillitis oder Exanthem. Läsionen erscheinen als gruppiert stehende Bläschen. Selten kommt es zu Meningoencephalitis (häufiger bei HSV-1), häufiger ist die herpetische Keratitis.
Die sekundäre Reaktivierung von HSV-1 führt zu Herpes labialis (Vesikel auf erythamatösem Grund, Lippen und Gesicht), von HSV-2 zu Herpes genitalis mit häufig rezidivierendem Verlauf. HSV-2 kann assoziiert sein mit Radikulitis oder septischer Meningitis.
Auch andere Organe können betroffen sein: Ösophagitis, Hepatitis, Ekzem.
goto top of page
Diagnostik
Serologische Tests, kultureller Nachweis, PCR (v. a. bei Encephalitis aus CSF)
goto top of page
Differentialdiagnose
- Rezidivierende Aphthen
- M. Behçet
- Erythema exsudativum multiforme
- Syphilis
goto top of page
Therapie
Antiseptika und topisches Virustatikum bei lokalem Befall, systemische Behandlung:
Aciclovir (5 mg/kg i.v. 3 x/d), Valaciclovir (1 g p.o. 2 x/d), Famciclovir (250 mg p.o. 3 x/d) über 5 bis 10 Tage.
Suppressionsbehandlung bei häufigen Rezidiven:
Aciclovir (200 bis 400 mg p.o. 3 x/d) oder Valaciclovir (1 x 500 mg/d).
goto top of page
Alternativen
Alternative bei Resistenz:
Foscarnet
goto top of page
Komplikationen
- Disseminierter Herpes und herpetische Enzephalitis (hohe Mortalität)
- Zerstörung der Kornea durch Keratitis
- Stevens-Johnson-Syndrom
goto top of page
Achtung !
Neonataler oder kongenitaler Herpes ist eine potentiell lebensbedrohliche Komplikation mit hoher Mortalität.
goto top of page
Prävention / Follow-up
Kein Augenkontakt bei Herpes labialis, Safer Sex, Kaiserschnitt bei Schwangeren mit aktivem Herpes genitalis. Langes Follow-up nach schwerer HSV-Infektion, da hohe Rezidivrate.
goto top of page
Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite unabhängig vom Autor des Fachtextes. Die Reihenfolge entspricht dem ATC-Code. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation bzw. Gebrauchsinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J05Antivirale Mittel zur systemischen Anwendung
 J05ADirekt wirkende antivirale Mittel
 J05ADirekt wirkende antivirale Mittel
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
goto top of page

© Österreichische Gesellschaft für Antimikrobielle Chemotherapie
© Universimed New Media GmbH
A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Strasse 8

office@infektionsnetz.at

 

 

 

 

 

 

A-1150 Wien, Markgraf-Rüdiger-Straße 8