Clindamycin
Handelsnamen
Handelsnamen
Klassifizierung Kreuzresistenz Interaktionen
Wirkmechanismus Indikationen Vorsichtsmaßnahmen
Handelsnamen Dosierung Pharmakokinetik
Anwendungsarten Kontraindikationen Allgemeine Beurteilung
Antibakterielles Spektrum Nebenwirkungen .

Strukturformel

Klinisch-pharmakologische Klassifizierung

Systemisches Antibiotikum. Lincosamid.
Wirkmechanismus
Clindamycin bindet am Ribosom und blockiert die Proteinsynthese
Handelsnamen

Österreich: Dalacin, Dalacin C, Dalacin C Phosphat, Dalacin C Granulat für orale Lösung, Lanacine
Deutschland: Dalacin, Lanacine, Sobelin
Schweiz: Dalacin C, Dalacin T, Dalacin V 2%
Anwendungsarten

oral, i.m., i.v., lokal
Antibakterielles Spektrum

– vorwiegend grampositive aerobe und anaerobe Erreger (Kokken - nicht Enterokokken; Corynebakterien, Propionibakterien, Actinomyces, Clostridien),
– Empfindlichkeitsschwankungen bei Nocardien, Mykoplasmen, Plasmodien (Malaria), Toxoplasma.
– Gramnegative Erreger sind resistent, ausgenommen Bacteroidaceae (Bacteroides, Fusobakterium) und Veillonella
Kreuzresistenz

komplett mit Lincomycin, teilweise mit anderen Makrolidantibiotika
Indikationen

– Staphylokokken-Infektionen und Infektionen mit anderen empfindlichen grampositiven Kokken als Alternative bei Allergie gegenüber den allgemein risikofreier applizierbaren ß-Laktam-Antibiotika.
– Anaerobier-Infektionen, insbesondere durch Bacterioidaceae oder Fusobakterien
Dosierung

Standarddosierung:

Erwachsene
Kinder
0,6-1,2 (-1,8) g
i.v. 2-3 x 1200 mg
p.o. 4 x 300 mg
10-20 mg/kg KG


in 3-4 Einzelgaben verabreichen, gleiche Dosierung bei parenteraler Gabe, bei i.v Gabe langsam und mit ausreichend Flüssigkeit applizieren

Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung:
ein Viertel bis ein Drittel der Normaldosis, keine besonderen Anpassungen unter Dialysebedingungen

Dosierung bei Leberfunktionsstörungen:
Dosis kann individuell (z.B. auf die Hälfte) reduziert werden

Kontraindikationen
absolut:

– Überempfindlichkeit gegenüber Clindamycin und Lincomycin,
– Säuglinge unter 1 Monat (Stoffwechselunreife)
relativ:


– allergische Diathese (Asthma);
– Schwangerschaft;
– Leber- und Nierenschaden
Nebenwirkungen
allergisch:



– 3 (- < 10) %
– Hautreaktionen
– Rash
– Anaphylaxie
toxisch:








– 10-20 (- > 30) % überwiegend gastrointestinale Störungen, nicht von Dosis und Zeit abhängig, häufiger im Alter;
– Diarrhoe 13 (5-20) % - schwere Formen mit Therapieabbruch < 2 %;
– bei i.m.-Gabe > 15 % Lokalschmerzen,
– bei i.v.-Injektionen Geschmacksirritation, Thrombophlebitis,
– bei zu rascher Injektion Kreislaufkollaps, Herzstillstand möglich;
– leichter Anstieg von Leberenzymwerten, insbesondere SGOT;
– selten Ikterus, Leukopenie, Muskeltonuserschlaffung
biologisch: Antibiotika-Assozierte Colitis durch Clostridium difficile und Colitis-ähnliche Störungen
Interaktionen
– mit neuromuskulären Blockern wie Curare-Präparaten (Muskelerschlaffung);
– Bicarbonat (Malabsorption, Diarrhoe);
– Vitamin-B-Komplex
Vorsichtsmaßnahmen
Leberfunktions- und Blutbildkontrollen bei Langzeittherapie
Pharmakokinetik
Ausscheidung: überwiegend über via faeces
Halbwertszeit: 2,9 h - nach Mehrfachapplikation um 20-40% verlängert, bei Kindern bis 20% kürzer, bei Säuglingen 2- 3 fach verlängert
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: 6-10 h
Halbwertszeit bei gestörter Leberfunktion: 8,5 h
Dialysierbar: nein
Absorption: gastrointestinal: 35-87% ; i.m.,s.c.: > 80%
Verteilung
gut
mäßig
schlecht
Galle, intrazellulär Prostata, Knochen Lunge, Speichel, Liquor
Allgemeine Beurteilung

 


Seitenanfang
     
Antibiotika Zurück Antibiotika  

© AHC (Austrian Health Communication);
Webmaster: ImageConsult EDV-BeratungsGmbH