Streptomycin
Handelsnamen
Handelsnamen
Klassifizierung Kreuzresistenz Interaktionen
Wirkmechanismus Indikationen Vorsichtsmaßnahmen
Handelsnamen Dosierung Pharmakokinetik
Anwendungsarten Kontraindikationen Allgemeine Beurteilung
Antibakterielles Spektrum Nebenwirkungen .

(Strukturformel)

Klinisch-pharmakologische Klassifizierung

Tuberkulostatikum, Aminoglykosid
Wirkmechanismus
 

Bakterizide Wirkung vorwiegend gegen extrazelluläre Keime (im Proliferationsstadium d. Bakterien stärker als im Ruhestadium). Streptomycin blockiert die Proteinsynthese.

Handelsnamen

Österreich: Streptomycin-Sulfat
Deutschland: Streptomycin
Schweiz: Streptomycin
Anwendungsarten

i.v., i.m.
Antibakterielles Spektrum

– Gute bis mittlere Empfindlichkeit gegenüber: M. tuberculosis, Brucellen, Yersinia pestis, Francisella tularensis, Hämophilus ducreyi.
– Schwach wirksam gegenüber: grampositive Kokken, Pseudomonas aeruginosa, Enterobakterien.
– Nicht wirksam gegenüber atypischen Mykobakterien, Clostridien, Bacteroides und Rickettsien

Kreuzresistenz

keine
Indikationen

– offene floride Lungen Tuberkulose (Kombinationsbehandlung, keine Monotherapie!)
– Brucellose u.Tularämie in Kombination mit Tetrazyklinen.
– Pest, Bartonellosis.

Dosierung

Standarddosierung:

Erwachsene
Kinder

i.v./i.m.:
Dosierung nach Amikacin Tabelle (abhängig v. Körpergewicht, Alter, glomerulärer Filtrationsrate):
durchschnittlich 1 x 1 g/d

i.v./i.m.: Dosierung nach Amikacin Tabelle (abhängig v. Körpergewicht, Alter, glomerulärer Filtrationsrate): durchschnittlich 20 mg/kg KG/ d (nie mehr als 1 g)

Dosierung bei schwerer Nierenfunktionsstörung:
Dosisreduktion nach d. Tabelle

Dosierung bei Leberfunktionsstörungen:
unverändert

Kontraindikationen
Überempfindlichkeit, Gravidität, schwere Niereninsuffizienz, Vorschädigung des Vestibular- od. Cochlearorgans
Nebenwirkungen

– allergisch: Exanthem, Fieber, Eosinophilie
– toxisch: Ototoxizität (irreversibel), Nephrotoxizität (reversibel)

Interaktionen
Gleichzeitige Gabe v. nephrotoxischen Substanzen (Amphotericin B, Cyclosporin, Vancomycin, Cisplatin, Methoxyfluran, Aciclovir) erhöht die Nephrotoxizität. Gleichzeitige Gabe v. otoxischen Substanzen (Furosemid, Etacrynsäure) erhöht die Ototoxizität.
Vorsichtsmaßnahmen
  Regelmäßige Gehör- u. Gleichgewichtsprüfung u. Nierenfunktionskontrolle.
Pharmakokinetik
Ausscheidung: renal 95 %, biliär 1 - 2 % 
Halbwertszeit: 2–3 h
Halbwertszeit bei gestörter Nierenfunktion: Verlängerung d. HWZ
Dialysierbar: durch Hämo- u. Peritonealdialyse
Absorption: Resorption nach oraler Gabe minimal, Proteinbindung 30 %.
Verteilung
gut
mäßig
schlecht
alle Gewebe außer Knochen u. Gehirn   Liquor, Knochen, Kammerwasser des Auges. Nicht intrazellulär!
Allgemeine Beurteilung
Bakterizides Tuberkulostatikum, soll nur bei florider offener Lungen-Tuberkulose eingesetzt werden.

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