Bacteroides Spp. (-)
Gattung (Genus) Inkubationszeit Diagnose
Arten (Spezies) Epidemiologie Therapie
Mikrobiolog. Charakteristika Infektionen Alternativen
Gattung (Genus):

Bacteroides
– Die Familie der Bacteroidaceae mit 20 Gattungen umfasst eine große heterogene Gruppe von nichtsporenbildenden, obligat anaeroben Stäbchen
Arten (Spezies):
– Bacteroides Spp. sind klassifiziert in der Bacteroides fragilis-Gruppe und anderen
– B. caccae
– B. capillosus
– B. distasonis
– B. eggerthii
– B. forsythus
– B. fragilis
– B. gracilis
– B. merdae
– B. ovatus
– B. putredinis
– B. stercoris
– B. tectum
– B. thetaiotaomicron
– B. uniformis
– B. ureolyticus
– B. vulgatus
– Andere
Mikrobiologische Charakteristika:

– Anaerobe, pleomorphe, gramnegative Stäbchen, nicht sporenbildend, unbeweglich oder beweglich mit peritrichösen Flagellen
– Braun pigmentierte Kolonien auf Blut-Agar

Inkubationszeit:
– ca. 20 h (B. fragilis)
Epidemiologie:

– Weltweit; Infekte, an denen Bacteroides-Arten beteiligt sind, sind fast ausschließlich endogene Infektionen.
– Viele der Bacteroides-Arten gehören zur normalen gastrointestinalen Schleimhautflora (16-20 % der Mundflora!) des Menschen und sind fakultativ pathogene (opportunistische) Erreger.
– fast immer Mischinfektionen mit anderen anaeroben oder aeroben Keimen
– Prädisponierende Faktoren sind Antibiotikabehandlung und Immunsuppression
Infektionen:

– Intraabdominelle Infektionen und Infektionen des Urogenitaltraktes
– Infektionen der Mundhöhle, des oberen und unteren Respirationstraktes und des ZNS
– Wundinfektionen (chirurgische Wunden) und Septikämien (5 % aller Septikämien)
Diagnose:

– Kultur unter strenger Anaerobiose
Therapie:

Metronidazol oder Clindamycin
– bei Infektionen mit B. gracilis ist ein Carbapenem Mittel der Wahl
Alternativen:
Imipenem
Meropenem
Cefamycin (z.B. Cefoxitin oder Cefotetan)
Piperacillin/Tazobactam
Ampicillin/Sulbactam
– Es besteht eine wachsende Inzidenz von Resistenzen bei Bacteroides Spp. (20 % der B. fragilis-Gruppe (insbesondere B. distasonis und B. thetaiotaomikron) und 30 % von B. gracilis sind gegen Cefamycine resistent. 10 % von B. gracilis sind resistent gegen Metronidazol.
– Da es sich fast immer um Mischinfektionen handelt, sind erregerspezifische Antibiotika-Kombinationen anzuraten.

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Antibiotika
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