Darmerkrankungen, infektiöse

Diagnose

Therapie

Handelspräparate

Literaturauswahl

Akute Gastroenteritis

Akute Gastroenteritis Antibiotika .
Wichtigste Erreger Elektrolytlösung Antidiarrhoika  
Mögliche Komplikationen Antibiotische Therapie Enterokokken-Präparate  

Salmonellosen

Salmonellose   .

Coli-Enteritis

Coli-Enteritis .

Reisediarrhoen

Reisediarrhoen . .
Yersiniosis Yersiniosis . .
Campylobacter-Infektionen Campylobacter-Infektionen . .

Diagnose
Die Angaben zu den einzelnen Indikationen und deren Diagnose stellen nur kurze Hinweise dar. Sie können und sollen keinesfalls das Studium der einschlägigen Lehrbücher bzw. Fachliteratur ersetzen.

Akute Gastroenteritis

Definition
Sogenannte infektiöse Lebensmittelvergiftung; Schleimhautentzündung von Magen (Gastritis) und Dünndarm (Enteritis), die durch infizierte Lebensmittel verursacht wird und klinisch unter dem Bild eines akuten Brechdurchfalls verläuft.

Ursachen
Akute Gastroenteritiden können durch Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen werden. Daneben ist eine Erkrankung auch durch bakterielle Toxine ohne das Vorhandensein vitaler Erreger möglich ("Lebensmittelvergiftung"). Bis zu 40 % aller akuten infektiösen Gastroenteritiden sind viral bedingt. Meistens betreffen sie Kinder.

Anamnese
Besondere Bedeutung der Anamnese und Klinik, da initiale therapeutische Maßnahmen einer mikrobiologischen oder serologischen Identifikation des Erregers vorausgehen müssen
– Beginn der Beschwerden
– Art der Beschwerden (Erbrechen, Durchfall, blutige oder wässrige Stühle, Fieber ...)
– mögliche Infektionsquelle (Speisen in den vorangegangenen 2-3 Tagen vor Manifestation der Beschwerden (insbesondere rohe Speisen, Eierspeisen, Essen in Lokalen, ungewaschenes Obst oder Gemüse, Getränke)
– weitere Erkrankungen im Umfeld
– kürzliche Auslandsreisen
– Medikamentenanamnese (Antibiotika, Immunsuppressiva)
– Begleiterkrankungen, die den Verlauf komplizieren könnten (kardiale oder renale Erkrankungen, Immundefizienz, zusätzliche chronische Infektionskrankheit ...)

Wichtigste Erreger akuter Gastroenteritiden
Erreger
Inkubationszeit
Klinische Symptomatik
Dauer
Viren
 
Norwalkvirus
Ca. 1 Tag
Erbrechen, Durchfall, Fieber, Myalgien, Kopfschmerzen
1 - 2 Tage
Astroviren Wässrige Durchfälle
2 - 3 Tage
Rotaviren Gruppe A Wässrige Durchfälle, Fieber, Erbrechen
5 - 7 Tage
Adenoviren Durchfall, Erbrechen, Fieber
bis zu 12 Tagen
Bakterien
 
Enteritis-Salmonellen
1 - 2 (-7) Tage
Gastroenteritis (75 %), Fieber (50 %), Bakteriämie (5-10 %), blutige Diarrhoen (gelegentlich)
1 - 3 Wochen
Shigellen
1 - 3 Tage
Fieber, Bauchschmerzen, zunächst wässrige, später blutige Diarrhoen
3 Tage bis 1 (-4) Wochen
Yersinien
1 - 3 Tage
Fieber, Bauchschmerzen, Durchfälle
1 - 3 Wochen
Campylobacter
1 - 3 Tage
Bauchschmerzen, Durchfälle (gelegentlich blutig), Allgemeinsymptome
bis 1 Woche
Enterotoxin bildende/ enteropathogene
E. coli (ETEC, EPEC)
1 - 2 Tage
Wässrige Durchfälle, in schweren Fällen choleraartig (Reiswasser-Stühle)
3 - 8 Tage
Enteroinvasive/ enterohämorrhagische
E. coli (EIEC, EHEC)
1 - 14 Tage
Wässrige oder blutige Diarrhoen, Erbrechen, Fieber, Bauchschmerzen, Hämolytisch-urämisches Syndrom (EHEC)
3 - 8 Tage
Bakterientoxine von Staphylokokkus aureus
Stunden
Übelkeit, Erbrechen, wässrige Durchfälle
1 - 2 Tage
Clostridium difficile
-
Im zeitlichen Zusammenhang mit Antibiotikagabe:
1. Wässrige, selbstlimitierende Durchfälle
2. Pseudomembranöse Kolitis, potenziell lebensbedrohend
Parasiten
 
Entamoeba histolytica
1 - 3 Tage
Blutige Durchfälle, Erbrechen, Fieber, Bauchschmerzen, systemische Infektion (Leber!)
unbehandelt bis mehrere Monate
Cryptosporidium parvum
3 - 5 Tage
Wässrige Durchfälle, Bauchschmerzen, leichtes Fieber
bei Immunkompetenten selbstlimitierend

Diagnostik
In den meisten Fällen von akuter Gastroenteritis ist eine weiterführende klinisch-chemische, mikrobiologische oder apparative Diagnostik nicht erforderlich. Ausnahmen betreffen vor allem
– Durchfälle nach Tropenaufenthalt, insbesondere bei Hinweis auf eine invasive Infektion (Suche nach Parasiten im Stuhl, Nachweis oder Ausschluss von Amoebiasis)
– Blutige Diarrhoen bzw. Hinweise auf eine Postantibiotika-Kolitis (Bestimmung von Clostridium-difficile-Toxin im Stuhl)
– Kleinepidemien nach Genuss von suspekten Nahrungsmitteln (Stuhlkultur auf Salmonellen)
– Gastroenteritiden mit schwerem oder protrahiertem Verlauf, Hinweis auf eine invasive Infektion (Stuhlkultur auf Salmonellen, Shigellen, Campylobacter)
– Hinweise auf einen septischen Verlauf bzw. Verdacht auf metastatische Absiedlungen (Blutkultur)
Nachweis invasiver Infektionen
– Mikroskopische Untersuchung auf fäkale Leukozyten und Erythrozyten nach Methylenblaufärbung
– Mikroskopischer Erregernachweis an frischen Stuhlproben (Parasiten!)
Nachweis einer pseudomembranösen Kolitis
– Medikamentenanamnese
– Toxinnachweis im Stuhl
– Koloskopie, ggf. Histologie
Virusdiagnostik
Nachweis der Rotaviren mit dem Elektronenmikroskop

Komplikationen
Lebensbedrohliche Komplikationen sind selten, müssen aber rechtzeitig erkannt und konsequent behandelt werden.
– Bei schweren infektiösen Kolitiden (Shigellenruhr, und selten auch pseudomembranöse Kolitis) mit längerem Verlauf besteht - ähnlich wie bei der schweren Colitis ulcerosa - die Gefahr eines toxischen Megacolons, das unmittelbar lebensbedrohlich sein kann und oft chirurgisch behandelt werden muss.

– Bei Säuglingen und Kleinkindern mit raschem gesundheitlichen Verfall, starker Exsikkose (mit der Symptomatik einer enteralen Toxikose und zuweilen mit zerebraler Beteiligung als enterotoxische Enzephalose), liegen häufig Virusinfektionen vor (Adenoviren, Rotaviren, seltener durch Rheoviren, rheovirus-ähnliche Agentien [RLA], Norwalk-Virus, Corona-Viren)
Merke: Klinikeinweisung ist wegen der schweren, akut einsetzenden Erkrankung fast immer notwendig

Mögliche Komplikationen
Komplikationen
Mögliche Erreger
Starkes Erbrechen Staphylokokken-Toxin
Rotaviren
Norwalk-Viren
Blutiger Durchfall EHEC, EIEC
Shigellen
Campylobacter
Salmonellose
Dehydratation ETEC
Rotaviren
Salmonellose
Toxisches Megakolon, Darmperforation Shigellenruhr
EHEC
Clostridium difficile
Campylobacter
Yersinien
Salmonellen (selten)
Hämolytisch-urämisches Syndrom,
Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
EHEC
Shigellen
Campylobacter (selten)
Systemische (metastatische) Infektion Salmonellen
Yersinien, Campylobacter (selten)
Amöben
Reaktive Arthritis Salmonellen
Yersinien
Campylobacter
Shigellen

Salmonellosen

Bakterielle Infektionen des Darmtraktes; weltweite Verbreitung. In den letzten Jahren starke Zunahme in Mitteleuropa – hervorgerufen durch einen der 2000 Serotypen von Enteritis-Salmonellen (häufig: Salmonella typhi murium, panama, newport, agona, heidelberg, münchen). Die Infektion bleibt in der Regel auf den Darm beschränkt.

Übertragung
Durch infizierte Speisen und Wasser auf den Menschen. Keimreservoir sind u.a. Haustiere (Geflügel!). Etwa 1% der Erkrankten bleiben Dauerausscheider und können die Erkrankung weiterverbreiten.

Inkubationszeit
Wenige Stunden bis 2 Tage

Symptome
Stürmischer Beginn: Erbrechen, profuse Durchfälle, mäßiges Fieber. Stühle wässrig, im allgemeinen keine Blutbeimengung. Bei schwerem Verlauf rasche Exsikkose, kollaptische Erscheinungen

Diagnostik
Nachweis der Erreger aus Stuhlkulturen (evtl. Blutkulturen)

Komplikationen und Gefahren
Bei Kindern und älteren Menschen akute Gefährdung durch Exsikkose und Kreislaufkollaps mit allen Folgen. Bei immungeschwächten Personen können sich die Erreger systemisch ausbreiten (Sepsis, Abszessbildung in allen Organen, Pneumonien, Meningitis)

Coli-Enteritis

E. coli kann zu verschiedenen Formen einer Enteritis führen

Enterotoxische E. coli

Symptome
Durchfall wässrig und schleimig, kein Fieber, im Stuhl keine Granulozyten nachweisbar

Enteroinvasive E. coli

Symptome
Infektion, die bei älteren Kindern und Erwachsenen zu einem ruhrartigen Krankheitsbid ("Coli-Ruhr") mit blutigen Stühlen führen kann; reichlich Granulozyten im Stuhl.
Blutende Darmgeschwüre ohne Fieber kommen bei Darminfektionen durch enterozytotoxische E. coli, Serotyp 0 157 vor.

Reisediarrhoen

50% aller Urlauber in warmen Ländern und fast alle, die länger in den Tropen leben, sind davon betroffen, davon ein Drittel infolge Infektionen.

Ursachen

Am häufigsten entero-toxische Coli-Bakterien, ferner Salmonellosis, Shigellosis, Campylobacter-Infektionen, Amöbiasis, Lambliasis, seltener Wurminfektionen
Andere Ursachen:
Änderung des "inneren Milieus", Klimawechsel, Zeitverschiebung, ungewohnte Speisen (Fette!) oder "Stress"

Symptome
In leichten Fällen wenige dünnflüssige Entleerungen, spontane Besserung. Massive Durchfallattacken mit Erbrechen und Flüssigkeitsverlust sind jedoch möglich, und bei empfindlichen Menschen kann auch nach Rückkehr die Neigung zu Durchfällen anhalten, zumal wenn parasitäre Infektionen vorliegen

Diagnostik
Anamnese sowie Erregernachweis (Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, Amöben)

Yersiniosis

Erreger
Yersinia pseudotuberculosis und Yersinia enterocolitica gehören gemeinsam mit dem Pesterreger in die Familie der gramnegativen Enterobacteriaceae, weltweit verbreitet.

Übertragung
Nahezu alle Haustiere, wildlebende Säugetiere und Vögel können den Erreger beherbergen; Infektion erfolgt meist durch Kontakt auf oralem Wege. Am häufigsten erkranken Kinder und Jugendliche

Inkubationszeit
10 Tage, evtl. länger

Symptome
Bauchschmerzen und Durchfälle, Fieber. Man kann eine pseudoappendizitische Verlaufsform (Druckschmerz im rechten Unterbauch, Abwehrspannung) und eine enteritische Form unterscheiden (wäßrige, manchmal blutige Durchfälle). Seltener Hepatomegalie, Splenomegalie, Aszites, Bronchitis, Pharyngitis, Erythema nodosum. Die häufigen arthritischen Beschwerden können monatelang bestehen bleiben

Diagnostik
Erregernachweis aus Stuhlproben, entzündlichem Exsudat oder aus exzidierten Lymphknoten. Antikörperanstieg und -abfall im Serum, Kreuzreaktionen mit Salmonellen und Brucella abortus möglich. Bei Arthritis liegt häufig HLA-B 27-Konstellation vor. Histologischer Nachweis aus exzidierten Lymphknoten (abszedierende, retikulozytäre Lymphadenitis)

Campylobacter-Infektionen

Erreger
C. fetus, C. jejuni, C. coli - bewegliche , gebogene, gramnegative Bakterien.

Übertragung
kontaminierte Nahrungsmittel, insbesonders ungenügend erhitztes Geflügel.

Symptome
Bauchschmerzen, Durchfälle, Übelkeit, Fieber.Selten: Thrombophlebitis, Endocarditis. Osteomyelitis, septische Arthritis.

Diagnostik
Keimnachweis aus Stuhl, Blut, Körperflüssigkeiten.

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Therapie
Die Therapieempfehlungen entsprechen dem aktuellen Stand der Medizin und werden bei Bedarf, mindestens jedoch ein Mal pro Jahr überarbeitet bzw. aktualisiert.
Für die medikamentöse Therapie werden vom Autor in der Regel nur die Substanzgruppen bzw. Substanzen angegeben. Im Falle einer Präparate-Nennung von Seiten der Pharma-Industrie, wird die Substanzgruppe oder Substanz mit dem Präparat im Teil Handelspräparate aus dem Pharmaangebot verlinkt.

Akute Gastroenteritis

In den meisten Fällen einer akuten Gastroenteritis, bei ansonsten gesunden Erwachsenen ohne Risikoanamnese und ohne Komplikationen, kann eine Therapie unterbleiben. Die Erkrankung verläuft selbstlimitierend.

Ansonsten Flüssigkeitsersatz mit Elektrolytbalance, und langsamer diätetischer Aufbaukost bei Gastroenteritis besonders von Säuglingen und Kleinkindern

Folgende Lösung hat sich bei akuter Diarrhoe bewährt:
1 Teelöffel NaCl 3,5 g
1 Teelöffel KCl 1,5 g
1 Teelöffel NaHCO3 2,5 g
2 Esslöffel Glukose 20 g

gelöst in 1 l Wasser oder Tee (Bei Kindern Fertigpräparate)

Falls KCl, NaHCO und Glukose nicht vorhanden, adäquater Ersatz durch
1 Teelf. NaCl und 4 Esslf. Rohrzucker auf 1 Liter Wasser

Wegen ihres zu hohen Glukose- und zu geringen Natriumgehaltes sind Getränke wie Cola oder Fruchtsäfte zur Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution in kritischen Fällen nicht geeignet!
Sofern die Patienten nicht ausreichend Flüssigkeit auf oralem Weg zu sich nehmen können oder wollen, ist eine stationäre Einweisung zur parenteralen Substitution erforderlich.
Merke: Motilitätshemmende Medikamente können bei leichteren Durchfallerkrankungen verordnet werden. Bei schweren Diarrhoen und vor allem bei Verdacht auf eine invasive Infektion sind sie kontraindiziert.

Antibiotikatherapie
nicht bei leichten infektiösen Durchfallerkrankungen, da diese selbstlimitierend verlaufen.
Bei schweren Infektionen mit Dysenterie, Verdacht auf systemische Infektion, bei hohem und protrahiertem Fieber und bei immunsupprimierten Personen ist eine Antibiotikatherapie dagegen sinnvoll und notwendig.

Antibiotische Therapie bei bakteriellen Darmerkrankungen
Erreger
Therapie der 1. Wahl
Alternativen
Anwendungsdauer (Tage)
Nicht invasive Erreger
Viren
keine antibiotische Therapie erforderlich
Salmonella typhi / parathyphi Ciprofloxacin 2 x 0,5 g Trimethoprim 1x 0,4 g > 14
Shigella Ciprofloxacin 2 x 0,5 g Trimethoprim 1x 0,4 g 5
Cholera-Vibrionen Tetrazyklin 4x 0,25 g Tabl. Ciprofloxacin 2 x 0,5 g > 5
Clostridium difficile bei antibiotika- assoziierter Kolitis Metronidazol 4x 0,5 g Tabl. Vancomycin 4x 0,125 - 0,5 g Kaps. > 10
Enteritis-Salmonellen Ciprofloxacin 2 x 0,5 g Trimethoprim 1x 0,4 g 5 - 14
Entero-invasive Kolibakterien Ciprofloxacin 2 x 0,5 g Trimethoprim 1x 0,4 g 5
Campylobacter Clarithromycin 2 x 0,25 g Ciprofloxacin 2 x 0,5 g 7
Yersinien Ciprofloxacin 2 x 0,5 g Trimethoprim 1x 0,4 g 7
Giardia lamblia Tinidazol 1 x 2 g Metronidazol 3x 0,5 g Tabl. 7
Entamoeba histolytica Metronidazol 4 x 0,5 g Tabl. oder
Tinidazol 1 x 2 g;
anschließend Diloxanid-Fuorat 3 x 0,5 g
5 - 10
3
10

Salmonellose

Symptomatische Therapie
– Bettruhe
– Vordringlich Ausgleich des gestörten Wasser- und Elektrolythaushaltes (orale Flüssigkeitstherapie mit Glukose-Elektrolytlösung
– Ältere und immungeschwächte Personen: i.v. Therapie, Kreislaufstützung

Spezifische Therapie

– Bei der (seltenen) systemischen Ausbreitung (Bakteriämie) von Enteritis-Salmonellen, sowie auch bei unkomplizierten Salmonellen-Enteritiden Antibiotikatherapie mit Chinolonen. In Frage kommen auch Cotrimoxazol oder Amoxicillin
– Bei Dauerausscheidern Versuch mit Chinolonen und gleichzeitiger Gabe von Laktulose (Förderung der Säurebildner)
Antidiarrhoika
Elektrolytlösung

Coli-Enteritis

Symptomatische Therapie (siehe Reisediarrhoe)
– Bei schweren Fällen lokal wirksame Darmantibiotika (Cotrimoxazol, als Alternative Ciprofloxacin, Norfloxacin, Ampicillin)

Reisediarrhoe

Symptomatische Therapie
– In schweren Fällen Flüssigkeitsersatz
– Bei Bedarf Antidiarrhoika
– Diätetisch: geriebene Äpfel, schwarzer Tee, Haferschleim, Vermeiden von fetten und stark gewürzten Speisen
Kohle (bindet Giftstoffe)
– Bei schweren Fällen medikamentöser Versuch, das innere Milieu zu beeinflussen, z.B. mit Hefepräparaten oder mit Laktulose, oder Erreger, wie enterotoxische Coli, durch lokal wirksame Darmantibiotika zu eliminieren
– Campylobacter-Infektionen: im allgemeinen nur symptomatische Maßnahmen wie Flüssigkeits- und Elektrolytersatz. Bei anhaltendem Fieber und hartnäckigen Durchfällen nach bakteriologischem Nachweis Makrolid / oral über 3–4 Tage
– Zur Wiederherstellung der Darmflora

Yersiniosis

Kann spontan ausheilen. Bei schwerem Verlauf Antibiotika wie Tetrazykline, Gentamicin oder Cotrimoxazol, Chinolone

Campylobacter-Infektionen

Therapie
meist nach 3-5 Tagen selbstlimitierend; andernfalls Antibiotikatherapie mit Chinolonen bzw. Makroliden.

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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
Die Präparate-Nennungen erfolgen durch die Sponsoren unserer Webseite. Der Benutzer ist angehalten, sich vor Verschreibung eines Medikaments durch sorgfältige Prüfung der jeweiligen Fachinformation zu vergewissern, ob die dort vorliegenden Informationen zu Indikation, Kontraindikation und Dosierung von den Angaben auf dieser Webseite evtl. abweichen (siehe auch Haftungsausschluss).
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln sowie Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.

Antibiotika

Amoxicillin

Ospamox 750 mg / 1000 mg-Filmtabletten / Ospamox 250 mg/ 375 mg / 5 ml-Granulat für orale Suspension
[Tyrol Pharma GmbH] Amoxicillin filmtabl. 750 / 1000 mg; gran. 250 / 375 mg; Dos.: s. Fachinformation

Ampicillin

Keine aktuellen Präparate-Nennungen

Chinolone

Agyr 250 mg/ 500 mg Filmtabletten
[Tyrol Pharma GmbH] Ciprofloxacin filmtabl. 250 mg; 500 mg; Dos.: s. Fachinformation

Urobacid 400 mg-Filmtabletten
[Tyrol Pharma GmbH] Norfloxacin filmtabl. 400 mg; Dos.: s. Fachinformation

Cotrimoxazol

Keine aktuellen Präparate-Nennungen

Gentamycin

Gentamicin "Biochemie" 40 mg/ 80 mg/ 160 mg-Ampullen
[Biochemie GmbH] Gentamicinsulfat amp. 40 mg; 80 mg; 160 mg; Dos.: s. Fachinformation

Makrolide

Klacid Uno-Filmtabletten
[Abbott, Wien] Clarithromycin filmtabl.: 500 mg; Dos.: s. Fachinformation

Klacid 125 mg/5 ml - /250 mg/5 ml - Granulat für orale Suspension
[Abbott, Wien] Clarithromycin granulat: 125/ 250 mg/ 5 ml; Dos.: s. Fachinformation

Josalid 250 mg- / 500 mg- / 750 mg - Filmtabletten / Josalid 250 mg/ 375 mg/5 ml-Saft für Kinder
[Biochemie GmbH] Josamycin filmtabl. :250/ 500/ 750 mg; saft: 250/ 375 mg/5 ml; Dos.: s. Fachinformation

Metronidazol

Keine aktuellen Präparate-Nennungen

Tetracycline

Vibramycin 100 mg-Kapseln
[
Pfizer Corporation Austria GmbH] Doxycyclin caps. 100 mg; Dos.: s. Fachinformation

Vibramycin 50 mg-/ 100 mg-/ 200 mg-lösbare Tabletten
[
Pfizer Corporation Austria GmbH] Doxycyclin lösb. tabl. 50 mg; 100 mg; 200 mg; Dos.: s. Fachinformation

Tinidazol

Keine aktuellen Präparate-Nennungen

Trimethoprim

Keine aktuellen Präparate-Nennungen

Vancomycin

Keine aktuellen Präparate-Nennungen


Antidiarrhoika

Keine aktuellen Präparate-Nennungen


Enterokokken-Präparate

Keine aktuellen Präparate-Nennungen


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Literaturauswahl
Die ausgewählte Literatur bezieht sich auf die in diesem Kapitel erwähnten Indikationen und deren Therapie. Sie wird vom Autor des Kapitels bzw. von den Herstellern der hier erwähnten Arzneimittel zur Verfügung gestellt.

 


 

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