E. coli
– 5 Pathovare:
- Enteropathogene E. coli (EPEC)
- Enterotoxische E. coli (ETEC)
- Enteroinvasive E. coli (EIEC)
- Enterohämorrhagische E. coli (EHEC)
- Enteroaggregative E. coli (EAggEC)
Aerobe, gramnegative, gerade, peritrich begeißelte Stäbchen
Wenige Stunden; auch endogene opportunistische Infektionen
– Der natürliche Lebensraum von E. coli ist der Darm von Tier und Mensch.
– E. coli gilt daher als Indikatorkeim für fäkale Verunreinigungen von Trinkwasser, Badewasser und Lebensmitteln.
– Trinkwasser: in 100 ml keine Colibakterien
– Badewasser (Oberflächengewässer, zum Baden freigegeben): in 100 ml nicht mehr als 100 Colibakterien (Leitwert) bis 2.000 Keime (zwingender Wert)
– Übertragung erfolgt meist indirekt über Lebensmittel, Trinkwasser, Oberflächengewässer
– Die Reisediarrhoe wird zu 50 % durch E. coli, meist ETEC, hervorgerufen
– Harnwegsinfektionen (HWI) oft durch Pathovarietät "UPEC" (= uropathogene E. coli)
– Säuglingsdiarrhoe (EPEC)
– Diarrhoe (aller Altersstufen) (ETEC)
– Infektionen der Gallenblase und Gallenwege
– Appendizitis
– Peritonitis
– Meningitis der Früh- oder Neugeborenen und im Senium
– Wundinfektionen
– Sepsis (15 % aller nosokomialen Sepsen)
– Bei extraintestinalen Infektionen Nachweis der Erreger in entsprechenden Materialien
– Kultur aus Stuhl
– Biochemisch ("Bunte Reihe")
– Serologie
– DNA-Technik
– Bei HWI Keimzahlbestimmung im Mittelstrahlurin
–
Ampicillin,
Trimethoprim
– Keine Antibiotikatherapie bei Durchfällen mit EHEC! Gefahr für akutes Nierenversagen.
– Die beste Prophylaxe gegen intestinale Infektionen, z.B. bei Reisen in südliche Länder, besteht darin, nur gekochte Speisen und kein Trinkwasser zu sich zu nehmen ("Cook it, peel it or let it!")
– Prävention der Reisediarrhoe mit Antiinfektiva möglich (sollen aber auf keinen Fall die normale Darmflora reduzieren). In Frage kommen
4-Chinolone,
Co-Trimoxazol.
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