STAPHYLOCOCCUS SPP. (+)
Index
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Staph. aureus, Kulturabstrich
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Staph. aureus (Elektronenmikroskop)
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Gattung (Genus)
Staphylococcus
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Arten (Spezies)
– S. aureus
– S. capitis
– S. cohnii
– S. epidermidis
– S. galinarum
– S. haemolyticus
– S. hominis
– S. intermedius
– S. lugdunensis
– S. saprophyticus
– S. warneri
– S. xylosus
Andere
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Aerobe, grampositive Kokken
– Staphylococcus spp werden in 2 Kategorien unterteilt:
– Koagulase-positive S.: hauptsächlich S. aureus
– Koagulase-negative S.: die meisten Staphylococcus spp einschließlich S. epidermidis u. S. saprophyticus
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Inkubationszeit
– Die Inkubationszeit für Staphylokokkeninfektionen ist hochvariabel
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Epidemiologie
– Weltweite Verbreitung
– S. aureus besiedelt häufig Haut und Schleimhäute. Hohe Keimträgerraten (bis 80 %) sind bei Krankenhauspatienten und bei Personen, die im Krankenhaus arbeiten, die Regel. Bei diesen ist v.a. die Schleimhaut des vorderen Nasenbereichs besiedelt. Von da aus können die Erreger über die Hand, gelegentlich auch über Staub in der Luft, auf Anfällige übertragen werden.
S. aureus ist ein häufiger Erreger nosokomialer Infektionen.
Der Anteil von S.-aureus-Stämmen, die gegen penicillinasefeste Penicilline und gegen Cephalosporine resistent sind (MRSA = Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) steigt dramatisch an. Methicillin-resistente Stämme sind oft auch gegen andere Antibiotika resistent (multiresistente MRSA).
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Infektionen
– Häufige Ursache von Infektionen des Menschen in praktisch allen Körperteilen
– Unter allen Staphylokokken sind S. aureus und S. epidermidis die am häufigsten von klinischem Untersuchungsmaterial isolierten Keime
– Die Inzidenz von Staphylokokkeninfektionen steigt, z.T. wahrscheinlich wegen der häufigen Anwendung von zentralen Venenkathetern (S. epidermidis)
– S. aureus hat die Tendenz, Abszesse zu verursachen (in praktisch allen Körperteilen)
– S. saprophyticus ist für 10-20 % der akuten HWI verantwortlich
– Staphylococcus spp sind gewöhnlich Ursache der Endokarditis
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Diagnose
– Kultur
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Therapie
– Staphylokokkenpenicilline Oxacillin, Dicloxacillin, Flucloxacillin) sind die besten Mittel bei methicillinempfindlichen Staphylokokken; wirksam sind auch Cephalosporine der 1. Generation
– Ein hoher Anteil von Koagulase-negativen Staphylococcus spp und ein erheblicher Teil der S. aureus-Stämme sind resistent gegen Methicillin (MRSA); ein Glycopeptidantibiotikum (Vancomycin, Teicoplanin) oder ein Lipopeptid-Antibiotikum (Daptomycin) kann in diesen Fällen verwendet werden. Auch eine Therapie mit Streptograminen (Quinupristin/Dalfopristin und Fosfomycin kommt in Frage.
– Koagulase-negative Staphylokokken weisen häufig auch eine Multiresistenz auf (z.B. S. haemolyticus)
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Alternativen
– Methicillinempfindliche S.: 2. Generations-Cephalosporine, Amoxicillin/Clavulansäure, Penicillin + Sulbactam
– MRSA.: Fusidinsäure, Antibiotikagabe nach Antibiogramm
– MRSA, MSSA, MRSE, GISA, VRE, KoNS: Daptomycin
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