ENTAMOEBA HISTOLYTICA
Index
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Entamoeba histolytica, Gewebeform
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
Trophozoiten von Entamoeba histolytica
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Gattung (Genus)
Entamoeba
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Arten (Spezies)
– E. histolytica
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Trophozoiten von E. histolytica sind Zellen variabler Form und Größe (10-60 µm); charakteristisch ist der im gefärbten Präparat ringförmig erscheinende Kern mit zentralem Kernkörperchen.
– Zysten (10-16 µm) kugelförmig, unbeweglich und mit einer widerstandsfähigen Hülle versehen
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Inkubationszeit
– Die Infektion mit E. Histolytica kann bereits 2-4 Wochen nach der Infektion oder erst nach einer monate- bis jahrelangen symptomfreien Zeit zu Krankheitserscheinuungen führen.
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Epidemiologie
– In endemischen Gebieten Afrikas, Asiens sowie Mittel- und Südamerikas sind bis zu 70-90 % der Bewohner Träger von E. histolytica/ E. dispar, in den USA und Europa etwa 1-4 %. Weltweit wird die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen auf 48 Millionen geschätzt, die der Todesfälle auf etwa 70.000 (WHO, 1998)
– Erregerreservoir für E. histolytica ist vor allem der Mensch (selten Affen, Hunde, Katzen)
– Die Infektion erfolgt durch reife Zysten, die durch kontaminierte Nahrungsmittel (Obst, Gemüse), Trinkwasser oder fäkalienkontaminierte Hände übertragen werden.
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Infektionen
Amöbiasis (Entamöbose)
– Asymptomatische intestinale Form
– Invasive intestinale Form
– Extraintestinale Formen durch hämatogene Streuung
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Diagnose
– Koproskopische Diagnose
– PCR
– Serologie
– Differentialdiagnostische Abgrenzung gegeüber Pilzen und anderen Darmprotozoen
– Bei extraintestinaler Amöbose Diagnose mit Hilfe klinischer Methoden (Sonographie, Computertomographie etc.)
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Therapie
Metronidazol, Ornidazol, Tinidazol für extraintestinale und symptomatische intestinale Formen
Diloxanidfuroat, Paromomycin für asymptomatische Zystenausscheider, Nachbehandlung der symptomatischen intestinalen Form
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Alternativen
– Reisenden ist zu empfehlen, in Endemiegebieten Trinkwasser durch Abkochen oder Filtration zu entkeimen, auf den Genuss von Salaten zu verzichten, nur selbst geschältes Obst zu essen und bei der Nahrungsumstellung vorsichtig zu sein. Eine Möglichkeit zur Chemoprophylaxe besteht nicht.
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