MONONUKLEOSE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Komplikationen Handelspräparate aus dem Pharmaangebot  
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Mononucleosis infectiosa, Exanthem
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Synonyme
Pfeiffersches Drüsenfieber
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Definition
Mononucleosis epidemica ist eine häufig mit Angina einhergehende fieberhafte Virusinfektion, gekennzeichnet durch Lymphknotenschwellung, Lymphozytose und heterophile Antikörper im Blut.
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Erreger
Epstein-Barr-Virus (Herpesgruppe)
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Epidemiologie
– Weltweite Verbreitung
– Häufung April - Juni und Herbst
– sporadisch und epidemisch, Hausepidemien
– Disposition: Vor allem Jugendliche
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Übertragung
– Von Mensch zu Mensch, vermutlich oral
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Inkubationszeit
– 6 - 14 (bis 40) Tage
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Klinik
Symptome / Verlauf
– Prodromi uncharakteristisch grippal, Nasenbluten
– Mittelhohes Fieber, das mit Schüttelfrost oder Frösteln beginnt und über mehrere Wochen unregelmäßig intermittierend andauert
– Starke Lymphknotenschwellung (Hals, Nacken, Achseln, Leistengegend)
– Angina (nicht selten diphtheroid oder nekrotisierend)
– palatinale Exantheme, Petechien
– Häufig Gingivitis oder Stomatitis, Uvula-Ödem
– Gelegentlich Lidödem und Konjunktivitis
– Milz palpabel (Rupturgefahr)
– Hepatomegalie
– relative Bradykardie
– Im allgemeinen gutartiger, aber langwieriger Verlauf
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Diagnostik
Blut:
– Lymphozytose
– Lymphomonozytoide Zellen
– "buntes Blutbild"
Serologisch
– Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern gegen das Epstein-Barr-Virus (spezifisch)
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Differentialdiagnose
– Plaut-Vincent-Angina
– Rachendiphtherie
Streptokokkenangina
– Listeriose (oroglanduläre Form)
– Toxoplasmose
– Brucellose
– Lymphknotentuberkulose
– Virusinfektionen
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Therapie
– Antiphlogistisch / antipyretisch
– Antibiotika nicht indiziert (außer bei kulturellem Nachweis von A-Streptokokken). Wenn trotzdem Antibiotika verabreicht werden, kommt es häufiger als sonst - besonders nach Anwendung von Ampicillin - zu einem allergischen Hautexanthem.
(Cave: Aminopenicilline können Exanthem verursachen.)
– Während des Fiebers Bettruhe, weiterhin körperliche Schonung.
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Komplikationen
– Sekundärinfektionen, selten septische Zustände
– Milzruptur
– Larynxödem
– Blutungen (Magen, Darm, Lunge, Nase, Purpura)
– Pleuraerguss
– Perikarditis, Myokarditis
– Thyreoiditis
– Hepatitis
– Nephritis
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01CBetalactam-Antibiotika, Penicilline
 J01CEBeta-Lactamase-sensitive Penicilline
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 J01FMakrolide und Lincosamide
 J01FAMakrolide
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