TULARäMIE
 
Definition Erreger Epidemiologie
Übertragung Inkubationszeit Klinik
Diagnostik Differentialdiagnose Therapie
Alternativen Komplikationen Links
Handelspräparate aus dem Pharmaangebot Achtung ! Prävention / Follow-up
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Francisella tularensis-Direktkultur der Milz eines akut-septikämisch verendeten Feldhasen nach 4 Tagen aerober Bebrütung mit charakteristischer, dunkler Verfärbung des Agars im Koloniebereich
(Aus Antibiotika Monitor 1/2/2002)
Ulzerierter Primäraffekt einer Tularämie-Infektion
(Mit freundlicher Genehmigung Roche AG)
   
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Synonyme
Hasenpest
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Definition
Akute, lokal ulzerierende Primärläsion. Selten generalisiertes typhusähnliches Krankheitsbild oder atypische Pneumonie.
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Erreger
Ätiologie
Francisella tularensis
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Epidemiologie
Meldepflicht! – Pestähnliche Erkrankung bei zahlreichen Tieren, insbesondere bei Nagern
– Vorkommen bes. bei Kaninchenjägern in Russland und Nordamerika

Risikofaktoren:
Jäger, Waldarbeiter, Tierärzte
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Übertragung
– Meist durch direkten Kontakt mit infizierten Wildkaninchen, gelegentlich mit anderen Tieren
– Selten durch Genuss rohen infizierten Fleisches oder verseuchten Trinkwassers
- Auch Übertragung durch Zecken
– Keine Übertragung von Mensch zu Mensch bekannt
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Inkubationszeit
2 - 4 Tage
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Klinik
Symptome/Verlauf
– Ulzerierende Pustel an der Infektionsstelle (fast immer Haut, selten Mund oder Auge) mit starker Anschwellung der regionalen Lymphknoten, die eitrig einschmelzen
– Fieberschub (39 – 40°), Kopfschmerzen, Erbrechen, Schweißausbrüche
- Um den 5. Tag kann sich ein typhöses Krankheitsbild und/oder eine atypische Pneumonie (auch ohne Primärläsion) entwickeln
– Roseolen, Splenomegalie, Leukozytose von etwa 3 - bis 4-wöchiger Dauer
– Prognose günstig
– Immunität bleibt nach überstandener Krankheit bestehen
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Diagnostik
Erregernachweis aus Hautläsion, Lymphknoten oder Sputum (kulturell, PCR)
– Serologie
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Differentialdiagnose
- Katzenkratzkrankheit
- Pneumonie anderer Genese
- Typhus abdominalis
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Therapie
Aminoglykosid + Tetracyclin

Keine Cephalosporine
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Alternativen
- Rifampicin
- Chinolone
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Komplikationen
- Mediastinitis
- Lungenabszess
- Meningitis (selten)
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Achtung !
Erreger hochkontagiös, Labor der Sicherheitsstufe 3 erforderlich
Meldepflicht!
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Prävention / Follow-up
Beim Ausweiden und Häuten von kranken Wildtieren sollten Handschuhe getragen werden.
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Links
Antibiotika Monitor 4/1999
K. Zedtwitz-Liebenstein, B. Parschalk, E. Presterl, W. Graninger
Universitätsklinik für Innere Medizin I, Abteilung für Infektionen und Chemotherapie, AKH Wien
(Vorstand: Univ.-Prof. DDr. W. Graninger)
Ein Jäger mit inguinaler Bubone -Tularämie nach Zeckenstich
Antibiotika Monitor 1/2/2002
E. Hofer
Bundesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen, Mödling
(Direktor: A. Univ.-Prof. Dr. W. Schuller)

Epidemiologie, Klinik und mikrobiologische Diagnostik der Tularämie
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Handelspräparate aus dem Pharmaangebot
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JAntiinfektiva zur systemischen Anwendung
J01Antibiotika zur systemischen Anwendung
 J01ATetracycline
 J01AA
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01GAminoglykosid-Antibiotika
 J01GBAndere Aminoglykoside
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
 J01MChinolone
 J01MAFluorchinolone
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
J04Mittel gegen Mykobakterien
 J04AMittel zur Behandlung der Tuberkulose
 J04ABAntibiotika
    Keine aktuellen Präparate-Nennungen !
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