ACANTHAMOEBA SPP.
Index
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Gattung (Genus)
Acanthamoeba
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Arten (Spezies)
– A. astronyxis
– A. castellanii
– A. culbertsoni
– A. glebae
– A. hatchetti
– A. pasestinensis
– A. polyphaga
– A. rhysodes
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Frei lebende Amöben, 24-56 µm, spitze "Filopodien"
– A. culbertsoni und einige andere Arten potentiell humanpathogen
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Inkubationszeit
– Unbekannt
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Epidemiologie
– Weltweites Vorkommen ubiquitär in der Umwelt (im Boden, in Süßwasser und brackigem Wasser, im Sand und Staub, in warmen Wannen und im Abwasser, sogar in Häusern und im Leitungswasser)
– Aufnahme des Erregers geschieht wahrscheinlich durch Inhalation oder direkten Kontakt mit kontaminiertem Boden oder Wasser
– kontaminierte Lösungen zur Aufbewahrung oder Spülung von Kontaktlinsen können die Erreger übertragen
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Infektionen
Granulomatöse Amöben-Enzephalitis (GAE) bei immunsupprimierten Patienten
– Infektionen treten in erster Linie bei geschwächten und immungefährdeten Personen auf; dennoch haben manche Patienten nachweislich keine zugrundeliegende Erkrankung oder Defekt
– Enzephalitis (granulomatöse) hat einen heimtückischen Beginn und verläuft normalerweise chronisch über mehr als eine Woche und gelegentlich auch über Monate
Acanthamöben-Keratitis (ähnlich der Herpes-Keratitis) über Kontaktlinsen, die mit kontaminierten Reinigungslösungen in Berührung gekommen sind; Erkrankung führt zur Erblindung
– chronische, ulzerative Hautläsionen, Abszesse oder erythematöse Knoten
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Diagnose
– Kultur in Spezialmedium
– Zysten können nachgewiesen werden in Hirngewebe oder Abstrichen der Cornea oder in frischem Liquor (selten)
– Silber-Methenamin, PAS-Färbungen
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Therapie
– GAE: Sulfametazol
– Acanthamöben-Keratitis: Ketoconazol, Miconazol, Keratoplastik notwendig
Pentamidin, Azole und Fluorcytosin sind gegen Acanthamoeba Spp. in vitro wirksam.
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Prävention
– Standard-Vorsichtsmaßnahmen für hospitalisierte Patienten werden empfohlen
– Vermeiden von Schwimmen in warmen Quellen oder anderen Arten von Gewässern mit warmen, verschmutztem Süßwasser
– Acanthamoeba Spp. sind resistent gegen die üblichen Chlorkonzentrationen im Trinkwasser und in Swimmingpools
– Nur sterile Lösungen sollen zur Reinigung von Kontaktlinsen verwendet werden.
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