ADENOVIREN
Index
 
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Familie (Virus-Gruppe)
Adenoviridae
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Gattung (Genus)
– Mastadenovirus
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Arten (Spezies)
– Adenoviren (mehr als 80 Serotypen, davon 41 humanpathogen)
– Die ersten Adenoviren wurden in adenoidem Gewebe (Tonsillen) nachgewiesen, daher der Name.
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Mikrobiolog. Charakteristika
– Unbehüllte, 70-90 nm große, ikosaedrische DNA-Viren
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Inkubationszeit
5 - 10 Tage, Ansteckungsfähigkeit während der ersten Krankheitshälfte am größten
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Epidemiologie
– Weltweite Verbreitung
– Infektionsquelle ist der Mensch; die Empfänglichkeit ist allgemein, aber die Durchseuchung setzt schon so früh im Kindesalter ein, dass Adenovirusinfektionen beim Kleinkind eine wichtigere Rolle spielen als beim Erwachsenen
– Übertragung der respiratorischen Adenoviren durch Tröpfcheninfektion, aber auch Schmierinfektion (Stuhl, Badewasser, ungenügend sterilisierte augenärztliche Instrumente)
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Infektionen
Infektionen des Respirationstraktes:
– Rhinitis
– abakterielle Pharyngitis
– akute, Influenza-ähnliche Infektion ("grippaler Infekt")
– Pneumonie (bei Kleinkindern u.U. tödlich verlaufend)
– Meningoenzephalitis
Infektionen der Augen: (häufig kombiniert mit Pharyngitis)
– follikuläre Konjunktivitis
– Keratokonjunktivitis (mit beibender Verminderung der Sehkraft)
Intestinale Infektionen: (bei Kleinkindern nach den Rotaviren zweithäufigste Erreger von Diarrhöen)
– hämorrhagische Zystitis
– primäre Gastroenteritis
– Diarrhoe
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Diagnose
– Antikörpernachweis im Patientenserum
– Anzüchten in Zellkultur bei Konjunktivitis, da Serologie unzuverlässig
– Elektronenoptischer Nachweis mittels Enzym-Immunassay oder passiver Agglutination aus dem Stuhl, da enterale Adenoviren nur schwer züchtbar sind
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Besonderheiten
– Adenoviren können über Monate in den regionären Lymphknoten oder den Tonsillen persistieren und nach Reaktivierung wieder manifest werden
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Therapie
– Symptomatische Therapie
– Es gibt keine spezifische Therapie
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Prävention
– Chlorierung von Schwimmbädern
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